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Dave Grohl verteidigt Phoebe Bridgers‘ vielkritisierten SNL-Auftritt


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Für ihren Auftritt bei „Saturday Night Live“ am 7. Februar erntete Phoebe Bridgers nicht nur positive Kommentare. Musiker wie David Crosby fanden es „erbärmlich“, dass die Künstlerin zum Ende ihrer Performance ihre Gitarre zertrümmerte. Kritik, die Dave Grohl von den Foo Fighters allerdings nicht nachvollziehen kann. Schließlich fühle es sich wahnsinnig gut an, auf der Bühne eine Gitarre kaputtzuschlagen, so der Musiker.

 

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In der „Howard Stern Show“ am 10. Februar 2021 sprach Grohl unter anderem über den Auftritt. Für den Künstler sei dieser ein wunderbares Beispiel dafür, dass der von vielen Kollegen bereits totgesagte Rock eben doch noch am Leben ist. „Erst einmal musst du verstehen: In den vergangenen zehn Jahren wurde ich in jedem Interview gefragt: ,Ist Rock ’n‘ Roll tot? Es gibt gar keine Gitarren mehr!‘ Im vergangenen Jahr gab es wieder mehr populären Gitarrenrock – Miley Cyrus wird zu Joan Jett … Man sieht, dass die Leute realisieren, dass Rock ’n‘ Roll etwas Cooles ist.“

„Ich habe die Performance gesehen und habe auch mit meiner Mutter darüber geredet“, so Dave Grohl. Sie habe ihn gefragt, was er davon hielt und er habe geantwortet: „Sie hat eine tolle Stimme, sie kann wirklich singen. Und meine Mutter meinte: ,Ich habe es geliebt. Ich fand sie großartig.“

Beim Auftritt von Phoebe Bridgers mit ihrer Band erkannte Grohl Parallelen: „Wenn du uns beim Spielen siehst, wie wir unser Ding machen … Das haben sie auch gemacht.“ Damals bei Nirvana habe es die Zerstörungswut ständig gegeben. „Es war jede verdammte Nacht so. Meine Drums hatten Löcher, weil Kurt mein Schlagzeug durchlöchert hat. Ich habe schon genügend zertrümmerte Gitarren gesehen. Es fühlt sich so verdammt gut an.“

David Crosby vs. Phoebe Bridgers

Bridgers nannte David Crosby eine „kleine Bitch“, nachdem der ihren Auftritt als „erbärmlich“ bezeichnet hatte. Die Aktion löste auch eine Diskussion darüber aus, warum viele das Zertrümmern einer Gitarre bei Männern als starke Bühnengeste empfinden, den gleichen Zerstörungsakt bei Frauen hier nun aber als überflüssig bezeichneten.

Der Auftritt von Phoebe Bridgers bei „Saturday Night Live“ – hier im Video:


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Im Sommer 1982 rangierte die Band mit zwei Alben gleichzeitig auf den ersten Charts-Plätzen, Nachrichtenmagazine berichteten, und Wolfgang Niedecken war mit seiner fiebrigen, aber auch ungemein nahbaren Art der coole Posterboy der Friedensbewegung, was ihn indes bald verdross. Der springsteeneske hemdsärmelige Rock war freilich nicht der Hauptgrund für den Erfolg. Es waren Niedeckens Charisma und seine Texte, die – von dem Kölschen Dialekt ganz abgesehen – eine Sprache kultivierten, die man so im hiesigen Pop bislang nicht gekannt hatte. Niedecken schrieb damals weder nonchalante Witz-Lieder (wie Lindenberg), noch berufsbetroffene Agitationslyrik: In seinen besten Songs gelangen ihm präzise Milieustudien („Jojo“), zerschmetterte…
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