„M“: Netflix macht sich bereit für Depeche Mode
„Depeche Mode: M“ erscheint bei Netflix und verbindet Konzertfilm, Dokumentation und Mexikos Blick auf den Tod nach Fletchs Tod.
Depeche-Mode-Fans können die „Memento Mori“-Welttournee der Band bald auf Netflix noch einmal erleben. Am Montag kündigte die Streaming-Plattform an, dass sie „Depeche Mode: M“, den Konzertfilm und die Dokumentation der Band, ab Freitag, dem 9. Januar, streamen wird.
Musik, Tod und kulturelle Perspektiven
Der Film ist zur Hälfte Konzertfilm und zur Hälfte Dokumentation, wurde von Fernando Friar inszeniert und begleitet die Gruppe während ihrer drei Shows im September 2023 im Foro Sol in Mexiko-Stadt.
Der Film beleuchtet nicht nur die Musik der Band. Sondern auch Mexikos kulturellen Umgang mit dem Verständnis von Tod – und wie dieser Themen widerspiegelt, die sich durch die Diskografie der Gruppe ziehen. Insbesondere nach dem Tod des Keyboarders Andy „Fletch“ Fletcher. Die „Memento Mori“-Tour markierte die ersten Auftritte der Band ohne Fletcher, der 2022 an einer Aortendissektion starb.
„Depeche Mode: M“ dient laut einer Erklärung der Band aus dem April als „ein Fenster in den zeitlosen globalen Einfluss der Band und eine kraftvolle Hommage an die unzerbrechliche Verbindung zwischen Musik, Tradition und dem menschlichen Geist“. Der Film enthält außerdem eine Erzählstimme des Schauspielers Daniel Giménez Cacho sowie Interviews mit Fans, Künstlern und weiteren kulturellen Kommentatoren.
Festivalpremiere und Resonanz
„Depeche Mode: M“ feierte bereits im Juni Premiere beim Tribeca Film Festival, bevor im Oktober ein Kinostart sowie zeitgleich ein Livealbum folgten. Zuvor konnten Fans den Film bereits online leihen und herunterladen.
„Melancholie ist seit Langem ein wichtiger Teil der Depeche-Mode-Erfahrung. Sie haben sich auf Verletzlichkeit spezialisiert. Diese Offenheit, ein Gefühl des Sich-Hingebens, ist heute die wesentliche Zutat von Depeche Mode“, hieß es in einer ROLLING-STONE-Rezension des Albums zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung. „Das Anerkennen der Sterblichkeit prägt große Teile von ‚Memento Mori‘. Doch es wirkt nie schwerfällig oder besonders düster. Einige der Tracks klingen sogar beschwingt.“