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Höhner werfen Gitarristen wegen Standpunkt zur Corona-Krise raus


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Die 1972 gegründete Kölner Band Höhner („Viva Colonia“) hat sich von Gitarrist Joost Vergoossen getrennt: „Seine Haltung zur weltweiten, Covid-19 bedingten Pandemie, die er in mehreren Social-Media Plattformen veröffentlicht hat, entsprecht nicht der Überzeugung der Band“, geben Höhner in einem Videostatement auf Facebook bekannt.

Vergoossen habe sich zuvor öffentlich zu einem niederländischen Rechtspopulisten bekannt. Das hat die Höhner dazu veranlasst, „in Zukunft getrennte Wege zu gehen“.

Vergoossen: „Schade, dass das Abenteuer beendet ist“

Vergoossen selbst behauptet auf seiner (nicht verifizierten) Facebook-Seite, ihm sei die Möglichkeit genommen worden, seinen Standpunkt angemessen verteidigen zu können. Er finde es schade, „dass das Abenteuer auf diese Weise beendet“ sei. Es sei immer „ziemlich cool“ gewesen, sich „als Holländer wie eine Kölsche Jung zu fühlen“.

Kritische Postings auf Vergoossen-Facebookseite

Am Sonntag gab es von Vergoossen noch ein Videostatement, in dem er behauptet, er habe nie rechtsextremes Gedankengut unterstützt oder das Virus geleugnet. Auf seiner Facebook-Seite finden sich dennoch Covid-19-bezogene Beiträge, die vom sozialen Netzwerk als „Fehlinformationen“ eingeordnet wurden sowie Links zu Verschwörungsvideos zum „Great Reset“.

„The Great Reset“ (engl. für „Der große Neustart“ bzw. „Der große Umbruch“) ist eine Initiative des Weltwirtschaftsforums (WEF), die eine Neugestaltung der weltweiten Gesellschaft und Wirtschaft im Anschluss an die COVID-19-Pandemie vorsieht.

Nog steeds te koop: de rode zijn gratis !! Hey Joost Vergoossen, die blauwe hebben ze vorig jaar in München gebruikt;…

Gepostet von Paul Huijnen am Mittwoch, 21. April 2021

Höhners Hit „Viva Colonia“: Metallica mussten schon dafür blechen

2019 sorgten die Höhner für Schlagzeilen: Metallica machten bei ihrem Konzert im RheinEnergie-Stadion in Köln ihren Fans eine Freude und spielten ein Cover des Karneval-Gassenhauers „Viva Colonia“. Die Gema bat James Hetfield und Co. dafür zur Kasse: 7.000 Euro wurden für das „Viva Colonia“-Cover fällig.


Måneskin im Interview: „Es geht nicht um unsere Körper, es geht um unsere Musik“

Damiano, Victoria, Thomas und Ethan betreten den fast menschenleeren Saal, dann stehen sie im rot-blauen Scheinwerferlicht der Bühne. Sie tragen glitzernde Netzoberteile, schwarze Klebestreifen über den Nippeln, Lederhosen, Absätze und Make-Up. Die Kameramänner, die in TikTok-gerechtem Hochformat („neun-zu-sechzehn“) Filmen, wirbeln bei der Suche nach dem perfekten Bild die Ausdünstungen der Nebelmaschine auf. Måneskin sind Berlin, um ein TikTok-Konzert zu geben. Einen TikTok-Livestream dieser Größenordnung gab es noch nicht oft — Spannung liegt in der Luft. Dass von den wenigen Anwesenden wegen des Streams keiner klatschen soll, wissen die vier Italiener*innen zu diesem Zeitpunkt noch nicht. In völliger Stille und leichter…
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