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„Echo“-Arschloch: Campino – „Böhmermann war nicht gemeint“

In einem Interview erklärte Campino seine Rede beim „Echo“, als er in Richtung Jan Böhmermann ein „cooles Arschloch“ und den Vorwurf des „Zeitgeist-Geplappers“ schleuderte.

„Ich glaube, ich habe ganz gutes Deutsch gesprochen. In keiner Weise bezieht sich dieser Arschloch-Satz in diesem Moment explizit auf Böhmermann. An ihn habe ich gar nicht gedacht“, sagte der Toten-Hosen-Sänger zu „Spiegel Online“.

Zum „Zeitgeist-Geplapper“ sagte Campino: „Ich wusste nicht, wie ich es anders ausdrücken soll. Ich meinte nicht ihn als Person. Es geht um diese Art von Typen, die lächelnd und mit zynischen Gags versuchen, Leute kleinzureden, die sich engagieren.“

Zugleich beteuert der Sänger, dass er keinen Groll auf Böhmermann habe, nur weil der ihn wegen seiner Begesiterung für Live Aid einst veräppelt habe: „Ich habe eine normale Rede gehalten. Die kann heute Abend jeder gucken und dann entscheiden, ob ich ein humorloser gekränkter Künstler bin. Aber das wäre doch jämmerlich.“

Die Echo-Affäre

„Gestern gab es wohl ein großes RECHTSROCKFESTIVAL in der alten Messehalle Berlin mit einigen NAZIBANDS und da hat auf der Bühne jemand aus der Punkszene (klar: wer sonst?) wohl gesagt, ich bin ein Arschloch und so weiter“, schreibt Jan Böhmermann auf Facebook.

Damit vertieft er seine Replik auf Twitter, mit der er Campino kontern wollte, der den Moderator bei der „Echo“-Verleihung als „Arschloch“ bezeichnete. Gleichzeitig will Böhmermann die Veranstaltung zum Musikpreis als Veranstaltung karikieren, bei der „Nazibands“ dabei seien: Er bezeichnet den „Echo“ als „Rechtsrockfestival“.

Steiniger Weg

Weiter schreibt Böhmermann: „An alle Hater, die die Message nicht verstehen (wollen?: Macht es doch besser! Und: Scheiß‘ auf Freunde bleiben!“).

Das ansonsten sehr prosaisch gehaltene Facebook-Schreiben soll möglicherweise genau das Feeling jener seichten Pop-Songs widerspiegeln, über die sich der Moderator aufregt („Denn ich wusste immer, dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer. Nicht mit vielen werde ich mir einig sein, doch dieses Leben bietet so viel mehr.“)



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