Elton John wird von Ex-Frau wegen Memoiren verklagt


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Elton John enthüllt in seiner Autobiografie „Me“ einige Details aus seinem Privatleben, darunter auch Erlebnisse mit vergangenen Beziehungen. Seine Ex-Frau Renate Blauel fordert jetzt drei Millionen Pfund von dem Sänger dafür, dass er sie in mehreren Abschnitten erwähnt hat.

Beim Obersten Gericht in London sollen diese Woche demnach juristische Dokumente eingegangen sein, in denen steht, dass die Kommentare in dem Buch Bedingungen brechen, die bei der Scheidung von Elton John und Blauel vor 32 Jahren vereinbart wurden. Dies berichtete „The Independent.“

Die Ehe, die Kinder und das Geld

In den besagten Dokumenten soll es heißen, der 73-Jährige habe zugestimmt, bestimmte Passagen vor der Veröffentlichung des Buches zu entfernen. Die in Deutschland geborene Blauel behauptet, dass eben jene Passagen bereits bestehende psychische Probleme ausgelöst hätten.

1984 heiratete das Paar in Australien, bevor sie sich vier Jahre später trennten, etwa zur selben Zeit als Elton John sich 1988 als schwul outete. Die Trennung scheint die Musik-Ikone trotzdem getroffen zu haben, so schreibt er in der Biografie: „Ich hatte jemandem das Herz gebrochen, den ich liebte und der mich bedingungslos liebte, jemandem, dem ich in keiner Weise Vorwürfe machen konnte. Trotz all des Schmerzes war überhaupt keine Bitterkeit im Spiel.“

John weiter: „Noch Jahre danach stand die Presse vor ihrer Tür, wenn immer mir etwas passierte, damit sie über mich auspackte, was sie aber nie getan hat.“ Laut seinem Buch hatte der Sänger nach der Trennung nur äußert begrenzt Kontakt zu seiner ehemaligen Partnerin. Er hätte ihr auch angeboten, seine Kinder zu treffen, da er „wollte, dass sie auf irgendeine Weise Teil unseres Lebens ist und wir Teil ihres Lebens.“ Doch das wollte sie nicht. „Und ich habe sie mit dem Thema nicht bedrängt. Ich muss respektieren, wie sie sich fühlt.“

So harmonisch wie in dem Buch beschrieben, scheint es nun aber nicht zu laufen. Es bleibt abzuwarten, ob Elton John der Aufforderung, Renate Blauel drei Millionen Pfund zu zahlen, nachkommen wird.