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Gerry and the Pacemakers: Sänger Gerry Marsden ist tot


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Gerry Marsden ist tot. Der Sänger der Liverpooler Merseybeat-Band Gerry and the Pacemakers verstarb im Alter von 78 Jahren – das verkündete der britische Radiomoderator Pete Price in einem Twitter-Posting.

Statement zum Tod

„Nachdem ich mit seiner Familie gesprochen habe, muss ich Ihnen schweren Herzens mitteilen, dass der legendäre Gerry Marsden MBE nach einer kurzen Krankheit, einer Infektion des Herzen, traurigerweise verstorben ist“, schreibt Price. „Ich sende alle Liebe der Welt an Pauline und seine Familie. You’ll never walk alone.“

Zeitgenosse der Beatles

Marsden wurde am 24. September 1942 im britischen Liverpool geboren. Gemeinsam mit seinem 2006 verstorbenen Bruder Freddie gründete er 1959 die Gruppe Gerry Marsden and the Mars Bars. Aufgrund von Rechtsstreitigkeiten musste sich die Gruppe in Gerry and the Pacemakers umbenennen. Marsden und seine Band waren nicht nur Zeitgenossen der Beatles, sondern teilten sich auch den Manager, Brian Epstein, mit den Fab Four. Außerdem war die Gruppe auch mit dem Beatles-Produzenten George Martin im Studio. Gerry and the Pacemakers konnten 1963 mit den Singles „How Do You Do It?“, „I Like It“ und „You’ll Never Walk Alone“ drei Nummer-eins-Erfolge in den britischen Charts feiern. „You’ll Never Walk Alone“ ist längst zur offiziellen Hymne des FC Liverpool geworden. Marsden ist gemeinsam mit Paul McCartney auf der Charity-Single „Ferry Cross The Mersey“ zu hören, die 1989 zugunsten der Opfer des Hillsborough Desasters veröffentlicht wurde – einer Tragödie, bei der 96 Fans des FC Liverpool ums Leben kamen.


Die Gruppe konnte auch in den USA Erfolge feiern – wenngleich keine Nummer-eins-Hits. 1967 löste sich die Band auf. Marsden verschwand aber nicht aus der Öffentlichkeit, sondern war im britischen Fernsehen zu sehen. Außerdem spielte er in einem Musical mit. 1972 kehrte er mit The Pacemakers in neuer Besetzung zurück. 2010 gab Marsden seinen Rückzug aus dem Musikgeschäft bekannt.


„Yesterday“ von den Beatles: Nostalgisch-wehmütige Traummelodie

Paul McCartneys berühmteste Ballade steht im Guinness-Buch der Rekorde als der am häufigsten gecoverte Song aller Zeiten. Schon 1972 gab es 1.186 Versionen – von so unterschiedlichen Interpreten wie Frank Sinatra, Otis Redding oder Willie Nelson. Aber McCartneys Original –aufgenommen am 14. Juni 1965 in den Abbey Road Studios in London – bleibt die schönste und mutigste: ein ganz unverstelltes Gedicht von nostalgischer Wehmut, gesungen und umgesetzt mit berückender Eleganz. Kein anderer Beatle wirkte mit. Es brauchte keinen. George Martins melancholisches Streicherarrangement deckt die unteren Register ab, und Pauls fast geflüsterte Vocals hallen sehnsuchtsvoll durch die großen, dunklen Räume, wo…
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