Anreise, Ticket, Hotel: Das kostet ein Londoner Konzertabend mit Harry Styles
Ticketmaster kollabiert, VIP-Pakete für 828 Euro, Hotels ausgebucht: Was Harry Styles Fans für „Aperture“ und Co. wirklich zahlen müssen.
Die Styles-Mania kennt offenbar keine Grenzen mehr. Die UK-Website des Eintrittskarten-Giganten Ticketmaster ist Dienstag (27. Januar 2026) zusammengebrochen. In Amsterdam und London gibt es nun zusätzliche Termine. Auch der Madison Square Garden in New York hat seine ohnehin schon üppige Terminserie zwischen August und Oktober aufgestockt. Soweit, so faszinierend.
Hat das noch etwas mit Popmusik zu tun?
Die neue Single „Aperture“ als erste Auskopplung vom kommenden Styles-Album rechtfertigt den weltweiten Superlativ-Rummel jedenfalls keineswegs. Eine seltsam unentschlossene Fusion aus späten Duran Duran und dem Beat-Geklöppel von Produzent Kid Harpoon.
Doch das scheint den Fans komplett egal zu sein, selbst wenn sie in digitalen Warteschlangen auf Platz 27.986 verharren müssen. Zudem zeichnet sich eine massive Attacke auf deren Bankkonten ab.
Amsterdam: 600 bis 1000 Euro pro Person
Erste, freilich noch spekulative Berechnungen etwa für eine Styles-Show in Amsterdam, das aus Nord- und Westdeutschland relativ günstig per Zug oder Flixbus zu erreichen ist, schlagen mit 600 bis 1000 Euro zu Buche. Aufgrund der hohen Nachfrage im Mai, was für den niederländischen Tourismus-Hotspot bereits als Hauptsaison gilt, ist je nach Anreise mit mindestens 250 bis 500 Euro zusätzlich zu rechnen. Für eine Person, wohlgemerkt.
Unser Check für Januar und Februar zeigte zwar noch viele freie Kapazitäten im billigen Hostel-Segment, doch das wird ab Frühjahr schnell kippen. Und noble Erwerber von VIP-Paketen, die zurzeit für die Johan-Cruyff-Arena bis zu 828 Euro kosten, werden kaum in einem vollgekifften „Sleep In“ mit Stockbetten und Kasernen-Waschraum nächtigen wollen.
London: Hochpreis-Bonanza ganzjährig
Nach London wiederum kann man aus NRW mit dem Eurostar fahren, der für Frühbucher aktuell auch nicht die Welt kostet. Je länger man wartet, desto teurer wird es allerdings. Das Gleiche gilt für Flüge nach Heathrow, Gatwick oder Stansted. In der 8- bis 10-Millionen-Stadt angekommen, wird es dann kritisch.
London ist ganzjährig Hochpreis-Bonanza. Reguläre Tickets kosten hier aktuell zwischen 73 und 725 Pfund, wobei der Ticketmaster-Roboter bereits verkündet hat, dass die günstigen Kategorien mehr oder weniger OVER and OUT sind. Wer die Hotel-, Restaurant- und Bier-im-Pub-Preise an der Themse kennt, sollte vorsorglich mit seinem Sparkassen-Berater reden.
Für New York, Sydney oder gar São Paulo haben wir unsere Recherche dann eingestellt. Diese Fernziele sind Harry-Styles-technisch etwas für Besucher der Düsseldorfer Fachmesse „Boot“, wo Luxus-Yachten gerade gut gelaufen sind.