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Vorsicht Abmahnung: So erkennt man illegale Streaming-Seiten


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Verunsicherung ist ein ständiger Begleiter vieler Nutzer im Internet, wenn sie Homepages wie kinox.to besuchen. Ob ein Anbieter legal oder illegal ist, ist auf den ersten Blick mitunter nicht zu erkennen.

Die Website kino.to wurde 2011 eingestellt, die Hintermänner wurden verhaftet und verurteilt. Manche befinden sich auf der Flucht vor der Strafvollziehung. Diejenigen aber, die die vielen Filme und Serien angeschaut und damit wissentlich, teils aber auch unwissentlich, gegen geltendes Recht verstoßen haben, sind von möglichen Verfolgungen oft verschont geblieben. Das gleiche Spiel gilt für die zahlreichen Nachfolger-Seiten von kino.to, zum Beispiel kinox.to. Rechtliche Grauzonen und die komplizierten Bedingungen bei der Ahndung waren die Gründe dafür.

Der Europäische Gerichtshof entschied 2017, dass bereits das Anschauen illegaler Streams ein Verstoß gegen das Urheberrecht darstellt. Um sicher zu gehen, dass Sie nicht zum Ziel von Anwälten und teuren Abmahnungen werden, sollten Sie daher auf illegale Streaming-Portale verzichten. Auch Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.

So erkennen Sie illegale Anbieter

Der erste Indikator für eine seriöse Streaming-Plattform ist ein Impressum, in dem der Betreiber der Internetseite vermerkt ist. Dieses beinhaltet eine offizielle Adresse und Kontaktmöglichkeiten. Unseriöse und illegale Anbieter geben ihre Identität natürlich nicht preis, weshalb ein solches Impressum in der Regel fehlt. Die langen Haftstrafen für die bisher verurteilten Hintermänner machen deutlich, dass die Urheberrechtsverletzungen im großen Stil keine Kavaliersdelikte sind.

Bekannte Seiten wie Netflix oder Amazon Prime Video erwerben selbstverständlich die erforderlichen Lizenzen von den Rechteinhabern und sind demnach legal. Dasselbe gilt für TV-Sender, die aktuelle Folgen einer Serie, Dokumentationen oder Filme online stellen.

Wenn Sie aber einen neuen Blockbuster auf einer Homepage im Stream vorfinden, so handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen illegalen Anbieter. Legale Seiten wie Sky stellen riesige Hollywood-Produktionen erst Monate später online, mitunter gegen einen extra Aufpreis, um die Kosten zu kompensieren. Gerade wenn ein solcher Kassenschlager gratis abrufbar ist, sollten Sie die Finger davon lassen. Besondere Vorsicht gilt außerdem, wenn Sie dazu aufgefordert werden, sich (angeblich kostenlos) auf einer solchen Seite anzumelden bzw. Ihre Kontodaten anzugeben. Neben einem ungewollten „Premium-Abo“ sind Hacker-Angriffe und Viren häufige Begleiterscheinungen.

Nach geltendem Recht agierende Streaming-Seiten betreiben Pressearbeit, sie werben für ihr Produkt und sind für den Nutzer erreichbar. Neben dem bereits genannten Impressum ist ein Kundenservice ein sicheres Indiz für eine seriöse Homepage. Auch Konten in sozialen Netzwerken können darauf hinweisen, dass Sie bei einem Anbieter auf der sicheren und damit legalen Seite sind.


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