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Kommentar

Es ist ein Fehler, dass Böhmermann vors Verfassungsgericht zieht

Jan Böhmermann zieht im Rechtsstreit wegen seines Schmähgedichts gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Nachdem zuletzt auch das BGH gegen ihn entschieden hatte, ist dies nun die letzte Chance des ZDF-Comedian, doch noch Recht zu bekommen.

Viele Aktionen aus dem „Neo Magazin Royale“, das letzte Woche feierlich auf dem Friedhof öffentlich-rechtlicher Fernsehsendungen begraben wurde, dürften den Zuschauern in Erinnerung bleiben: Varoufake, Verafake, Pol1z1stensohn, Böhmermann gegen Homöopathie, Böhmermann gegen die Hohenzollern, Böhmermann gegen die SPD. Jeder wird seinen eigenen Favoriten haben.

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Aber der 38-Jährige ist einem größeren Publikum eigentlich so richtig erst bekannt geworden, als er mit seinem Schmähgedicht, das nun nur noch in Teilen zitiert werden darf, den türkischen Präsidenten bewusst beleidigte.

Darf Satire wirklich alles?

Die Reaktion kam prompt und verschaffte Böhmermann eine Aufmerksamkeit, die weit über sein bisheriges Wirken hinaus ging. Der Satiriker wollte seinen Zuschauern zeigen, was Satire eigentlich ist. Ein kluger Schachzug, denn seitdem so ziemlich jede Kabarett-Veranstaltung, jedes Comedy-Programm im Fernsehen, das sich nicht mit Hunden oder Mann-Frau-Problemen auseinandersetzt, Satire genannt wird, hört man immer wieder: Satire darf alles!

Das darf sie verständlicherweise nicht, denn Kunstfreiheit hört dort auf, wo Kunst anderen Menschen Schaden zufügt. Ein Schmähgedicht tut genau das, wie Böhmermann ja auch in seiner berüchtigten Sendung erklärte. Erdogan reagierte darauf mit der größtmöglichen diplomatischen und juristischen Härte, weil beleidigte und vermeintlich narzisstische Populisten das eben so tun. Damit hätte Böhmermann rechnen können, tat es vielleicht auch.

Der kleine ZDFNeo-Moderator hätte theoretisch wegen des antiquierten Paragraph 103 des Strafgesetzbuches (Stichwort: Majestätsbeleidigung) sogar ins Gefängnis kommen können. Auch wenn manche Medien sich an dieser im Grunde nur theoretischen Möglichkeit aufheizten, sorgte die Debatte um das Thema schließlich dafür, dass der Paragraph verschwand. Das Parlament reagierte, weil es eben musste.



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