„König der Löwen 2“: Oscar-Preisträger Barry Jenkins („Moonlight“) führt Regie


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Der „Circle Of Live“ dreht sich weiter: Bald erhält der Filmklassiker „König der Löwen“ einen neuen Teil. Die Fortsetzung folgt auf den computeranimierten Film mit dem Originaltitel „The Lion King“ von Regisseur Jon Favreau. Etwas mehr als ein Jahr, nachdem das Remake des Zeichentrick-Klassikers von 1994 in den Kinos lief, haben die Walt Disney Studios nun bestätigt, dass der nächste Teil in Arbeit ist.

Die Filmcrew: Ein bekanntes und ein neues Gesicht

Zudem gab Disney schon einige Infos zur Filmcrew bekannt. Zum Einen wird Autor Jeff Nathanson wieder dabei sein, der auch schon das Drehbuch zum vorherigen Teil lieferte. Darüber hinaus holt sich das Studio prominente Unterstützung aus Hollywood in Form des Regisseurs Barry Jenkins. Dieser gewann im Jahr 2017 drei Oscars für das Independent-Drama „Moonlight“ unter anderem in den Kategorien „Bester Film“ und „Bestes adaptiertes Drehbuch“. Außerdem sammelte er im vergangenen Jahr für sein Folge-Projekt „Beale Street“ eine weitere Nominierung ein.

Jenkins selbst bestätigte die Aussagen von „Deadline“ in einem Tweet. „This. Yes, THIS“, schrieb er kurz und knapp und verlinkte den entsprechenden Artikel.

Kindheitstraum von Jenkins geht in Erfüllung

Seine neue Arbeit lässt den 40-jährigen Filmemacher offensichtlich in Kindheitserinnerungen schwelgen. Er sei mit den „König der Löwen“-Figuren aufgewachsen, erzählt Jenkins in einer Mitteilung. In den 1990er-Jahren habe er seiner Schwester dabei geholfen, zwei kleine Jungen großzuziehen. Da sei ihm der Film immer wieder begegnet.

Für ihn gehe mit dem Disney-Projekt also regelrecht ein Kindheitstraum in Erfüllung. Daher könne er es kaum erwarten, „diese großartige Geschichte von Freundschaft, Liebe und Vermächtnis“ vor dem Hintergrund Afrikas auszubauen. So hoffe er gleichzeitig seine „Arbeit über das Leben und die Seelen der Menschen in der afrikanischen Diaspora voranzubringen.“

Mythologie statt Romanze

Der Original-Film „Der König der Löwen“ aus dem Jahr 1994 gehört zu den beliebtesten Disney-Zeichentrickfilmen. Er erzählt die Geschichte des jungen Löwen Simba, der in der afrikanischen Wildnis den Thron seines Vaters Mufasa als König beerben soll. In der ursprünglichen Fortsetzung aus dem Jahr 1998 richtet sich der Fokus auf die Romanze von Simbas Tochter mit einem männlichen Löwen aus einem anderem (verfeindeten) Rudel.

Der neue Film soll nun in gewisser Hinsicht von dieser ursprünglichen Erzählung abweichen. So will sich die aktuelle Fortsetzung mehr auf die Herkunft und Mythologie der Charaktere konzentrieren, berichtet „Deadline“. In diesem Zusammenhang soll auch Mufasas Herkunftsgeschichte weiter erforscht werden.


Disney warnt jetzt vor Rassismus in den eigenen Filmen

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