Spezial-Abo

Veranstalter-Plan: Bald wieder Konzerte – mit strikter Maskenpflicht


von

Es gehe darum, die Verbreitung von Viren in Konzertsälen und Stadien so weit es geht einzuschränken, sagte Marek Lieberberg, der Geschäftsführer des Veranstalters „Live Nation“ gegenüber „ntv“ zur Aussicht auf Live-Gigs in den nächsten Wochen und Monaten. „Wenn uns das mit Maskenzwang gelingt, dann sind wir ein gutes Stück voran, dass wir in die Situation für einen Neustart kommen können.“

Seit Monaten ruht weltweit das Konzertgeschäft – zum Schaden der Veranstalter, Künstler und all der im Hintergrund Beschäftigten. Doch allein mit einer Maskenpflicht wird es wohl nicht gehen. Das weiß auch Lieberberg.

Temperaturmessungen und Corona-Tests vor Konzerten kaum möglich

„Wir denken über Hygienemaßnahmen nach, wir denken über Desinfektion nach, wir denken über Entzerrung des Einlasses und Auslasses nach“, so der 74-Jährige. Catering-Zonen und „Einbahnstraßen“ für den Publikumsverkehr könnten dazu gehören. Nur bei Temperaturmessungen oder gar Corona-Tests vor Ort ist Lieberberg skeptisch. Sie hält der „Rock am Ring“-Gründer für organisatorisch nicht machbar.

Marek Lieberberg
Marek Lieberberg

Um nicht von Null auf 100 zu gehen, schlägt Lieberberg einen Testlauf vor, ein Konzert mit 10.000 Zuschauern, um die Hygiene-Maßnahmen einem Stresstest zu unterziehen. Die Zuschauer würden auf den Rängen entzerrt, der Innenraum bestuhlt. „Das wird vielleicht eine etwas absurde Anmutung haben, aber es setzt ein Signal. Wir wollen zeigen: Wir können das, wir versuchen das“, so der Großveranstaltungs-Profi.

Lieberberg sieht für all diese Maßnahmen die grundlegende Kapazitätserhöhung für Konzerte als Voraussetzung für einen grundlegenden Neustart. Dabei fürchtet er eine „Fehlentscheidung“ der Politik: „Wenn wir im nächsten Jahr ankommen, nach dieser langen, die Unternehmen erschöpfenden Phase, und die Veranstaltungen nicht so veranstalten können, wie sie geplant sind.“

Möglicherweise müssten deutsche Musikfans zunächst auch auf Musiker und Bands aus dem Ausland verzichten, könnten sie doch laut Lieberberg wegen Einreisebeschränkungen daran gehindert werden, ihre Tour wie geplant durchzuführen.

Thomas Porwol

Miley Cyrus zerstört die Beatles - Grusel-Cover von „Help!“

Nach wie vor ist Amerika einer der Hotspots der Corona-Pandemie. Hilfe benötigt es an jeder Stelle - und so haben sich am Samstag (27. Juni) eine Reihe namhafter Musiker, Schauspieler und anderer Prominente unter dem Titel „Global Goal: Unite for Our Future“ für ein Benefizkonzert zusammengetan. Gesammelt wurde Geld für die Koordination und Entwicklung von COVID-19-Tests und die Entwicklung von Impfstoffen. Auch Miley Cyrus trug ihren Teil zu der insgesamt gelungenen Veranstaltung bei, machte aber eine denkbar unglückliche Figur. Ihre Aufgabe war aber auch keine einfache: eine Cover-Version des Beatles-Klassikers „Help!“ in einem leeren Rose-Bowl-Stadion in Los Angeles. Miley Cyrus…
Weiterlesen
Zur Startseite