LXB: Lol Tolhurst (Cure) und Budgie (Siouxsie and the Banshees) gründen Band


von

Wenn sich die Schlagzeuger zweier großer Post-Punk-Bands vereinen, dann sorgt das natürlich für Aufsehen. LXB heißt die neu gegründete Band von Lol Tolhurst (ehemals The Cure) und Budgie von Siouxsie and the Banshees sowie The Creatures. In einem Interview mit dem Radiosender „Sirius XM“ anlässlich des „World Goth Days“ sprachen Tolhurst und Budgie mit Radiomoderatorin Lyndsey Parker sowie AFI-Sänger Davey Havok über ihr neues Bandprojekt sowie das bevorstehende Debütalbum.

Kennengelernt hatte sich das Duo im Jahr 1979, als The Cure als Opening-Act für die Banshees auftrat. Für das neue musikalische Projekt LXB holten sich die beiden den Produzenten Jacknife Lee ins Boot sowie eine Reihe an anderen Musikerkollegen, die als Gäste auf insgesamt 13 aufgenommenen Songs auftreten. Darunter finden sich Namen wie Bobby Gillespie von Primal Scream, Kim Gordon von Sonic Youth und Mark Bown von Idles.

Den Sound der neuen Band beschrieb Budgie als „Verschmelzung“ von „den frühen The Cure und The Creatures“. Allerdings soll keiner der beiden Bandeinflüsse dominieren. „Es klingt sehr nach dem ‚Geist von 77’“, so Budgie. Tolhurst hingegen verriet, dass die neue Musik sehr beatlastig sei: „Offensichtlich handelt es sich bei uns um zwei Schlagzeuger, also ist es sehr, sehr rhythmisch“. 

Ursprünglich war das Projekt als Trio mit Bauhaus-Schlagzeuger Kevin Haskins gedacht gewesen. Allerdings musste dieser wegen anderen Verpflichtungen abspringen. „Zuerst waren wir zu dritt zusammen und haben ein paar Sachen gemacht, und dann musste Kevin mit Bauhaus spielen gehen“, erklärte Tolhurst. Bezüglich des Erscheinungstermins der neuen Platte, sagte Tolhurst, dass diese wahrscheinlich nicht vor Ende des Jahres herauskommen wird. Nicht, ehe die Band damit auch live auftreten könne. „Wir wollen damit natürlich auf Tournee gehen, also passiert an dieser Front nichts bis zum nächsten Jahr“, so Tolhurst.


Die besten Doppel-Alben aller Zeiten: The Cure – „Kiss Me, Kiss Me, Kiss Me“

Nach zwei Jahren Studiopause, der bis dato längsten, kehrten The Cure sogleich mit ihrem ersten Doppelalbum zurück. Schon der – damals noch nicht anstößige – Arbeitstitel „1.000.000 Virgins“ offenbarte Getriebenheit. Er zeigte wohl, dass Robert Smith Lieder als Tabula-rasa-Wesen betrachtete, die er mit Sexualität ausfüllen könnte. Sein Jauchzen und Stöhnen waren neu und ungewohnt. Für ihr bis heute vielleicht bedeutendstes Werk gingen The Cure erstmals in ein ausländisches Studio, das Miraval in der 900-Seelen-Gemeinde Correns. Spuren der südfranzösischen Riviera-Hitze finden sich im Funk von „Hot Hot Hot!!!“ oder dem Voodoo-Flair von „The Snakepit“. Entstanden sind poetische Traumdeutungen („If Only Tonight We Could…
Weiterlesen
Zur Startseite