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RS-History

01. April 1984: Marvin Gaye wird vom eigenen Vater erschossen


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Anfang der 80er Jahre schien Marvin Gaye aus der Versenkung zurückgekehrt. Nach einer Auszeit und einem Drogenentzug feierte der berühmteste Soul-Sänger der 60er mit seiner Single „Sexual Healing“ und dem dazugehörigen Album „Midnight Love“ ein Comeback.

Nach seiner Rückkehr in die USA begab sich Gaye, der das Touren eigentlich nicht mochte, auf die Reise um sein Album zu promoten. Um dem Druck standzuhalten griff er wieder zu Kokain. Sein Gemütszustand zerrüttete zusehends, Gaye fühlte sich verfolgt.

Marvin Gaye im Jahr 1961 – wie auf so vielen Bildern: lächelnd.

Heftige Konflikte mit dem Vater

Nach dem Ende der Tour im August 1983 zog sich der Sänger zu seinen Eltern nach Los Angeles zurück, in ein Haus, das er einst selbst gekauft hatte. Nach einer Zeit, die von Familienmitgliedern als „ruhig und ohne besondere Vorkommnisse“ beschrieben wird, geriet Gaye jedoch immer öfter und immer heftiger mit seinem Vater, einem strenggläubigen Prediger, aneinander.

Am 1. April eskalierte ein Streit um ein Versicherungs-Dokument. Erst kam es zu Handgreiflichkeiten, dann schoss der Vater seinem Sohn mit einer Pistole in die Brust, einer Smith & Wesson, die Marvin ihm zu Weihnachten geschenkt hatte.

Als die Polizei 20 Minuten später am Tatort eintraf, war Marvin Gaye bereits tot. Am nächsten Tag hätte er seinen 45. Geburtstag gefeiert.

Afro Newspaper/Gado Getty Images


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