Michael J. Fox lebt – CNN-Nachruf sorgte weltweit für Panik

Ein irrtümlicher CNN-Nachruf ließ Redaktionen weltweit aufschrecken – doch Michael J. Fox ist wohlauf und trat sogar beim Paley Fest auf. Was hinter dem Irrtum steckt.

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Eine irrtümlich veröffentlichte Meldung des US-Nachrichtensenders CNN hat für erhebliche Verwirrung um den Gesundheitszustand von Michael J. Fox gesorgt. Unter der Überschrift „Remembering the life of actor Michael J. Fox“ erschien kurzzeitig ein nachrufähnlicher Beitrag, der den Schauspieler fälschlicherweise als verstorben darstellte – und damit in weltweiten Nachrichtenredaktionen für Hektik sorgte.

Diese Befürchtungen erwiesen sich jedoch schnell als unbegründet.

„Michael geht es großartig“, stellte ein Sprecher des Schauspielers gegenüber dem Portal TMZ klar („Michael is doing great“). „Er war gestern beim Paley Fest. Er stand auf der Bühne und hat Interviews gegeben.“ Tatsächlich trat Fox am Vorabend bei dem TV-Branchen-Event öffentlich auf – lebendig und gut gelaunt.

Auch CNN reagierte umgehend auf den Fehler. „Der Beitrag wurde irrtümlich veröffentlicht“, erklärte ein Sprecher des Senders („The package was published in error“). „Wir haben ihn von unseren Plattformen entfernt und entschuldigen uns bei Michael J. Fox und seiner Familie.“

Auftritt beim Paley Fest

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte Fox‘ Auftritt bei einer Podiumsdiskussion zur Apple-TV+-Serie „Shrinking“, bei der er gemeinsam mit Harrison Ford und Jason Segel in einer Talkrunde teilnahm. Laut US-Branchenberichten signalisierte der 64-Jährige dort zudem seine Bereitschaft für eine weitere Staffel der Serie. „Ich würde das sehr gern machen; es wäre mir eine Ehre“ („I would love to do it; it would be my honor“), sagte Fox.

Der Schauspieler, der vor allem durch Klassiker wie „Back to the Future“ und die Sitcom „Family Ties“ zum Star wurde, lebt seit Jahrzehnten mit Parkinson, das bei ihm bereits Anfang der 1990er Jahre diagnostiziert wurde.

Milliardenschwere Forschungsstiftung

Mit der „Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research“ gründete er eine der weltweit einflussreichsten Organisationen zur Erforschung der Krankheit, die bislang über zwei Milliarden US-Dollar an Fördermitteln einsammeln konnte.

Zuletzt war Fox in der Dokumentation „Still: A Michael J. Fox Movie“ zu sehen, in der er offen über seinen Umgang mit der Krankheit spricht. Sein Engagement vor und hinter der Kamera bleibt ebenso prägend wie seine anhaltende Präsenz in der Öffentlichkeit – ganz im Gegensatz zu manchmal kursierenden Gerüchten.

Ralf Niemczyk schreibt freiberuflich unter anderem für ROLLING STONE. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.