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Minnesota: Bürger wollen Kolumbus-Statue durch Prince-Statue ersetzen


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Im Zuge der Proteste zum Tode George Floyds wurde im englischen Bristol die Statue des Sklavenhändlers Edward Colston von Demonstranten heruntergerissen und im Hafen versenkt. Davon scheinen sich auch die Amerikaner inspiriert haben zu lassen: In vielen Staaten wird nun gefordert, einschlägige Statuen entfernen zu lassen.

In St. Paul, der Nachbarstadt von Minneapolis, wo George Floyd ermordet wurde, steht vor dem „Minnesota State Capitol“-Gebäude eine Statue von Christoph Kolumbus, der offiziell als Entdecker Amerikas gilt. Nun fordern die Bürger, die Statue zu ersetzen – durch die einer Musik-Ikone.

Prince statt Kolumbus

Es ist nicht das erste Mal, dass die Kolumbus-Statue Unmut erweckt. Sie würdigt Columbus rein als „Entdecker“ Amerikas – und dass, obwohl er Menschen versklaven, vergewaltigen und ermorden ließ. Deshalb fordert die Einwohnerin Wintana Melekin in einer Petition, die Statue stattdessen mit einer Statue von Musik-Legende Prince zu ersetzen. Der verstorbene „Purple Rain“-Sänger ist in Minnesota geboren und gilt als größte Künstlerpersönlichkeit, die in Minneapolis gelebt hat.

„Bei der Ablösung von Kolumbus geht es um die tiefgreifende Geschichte der weißen Vorherrschaft und des Kolonialismus in den Vereinigten Staaten und um die Notwendigkeit, dass Minnesota in diesem Moment das Land führen muss. Außerdem wissen wir alle, dass Prince ein Genie ist, wer würde ihn nicht ohnehin Kolumbus vorziehen“, erzählt Melekin „Watch The Yard“.

Und die Bürger scheinen ihr zuzustimmen: Im Moment (25. Juni) hat die Petition rund 11.000 Unterschriften, angesetzt waren 8.000 Unterschriften.


Barbra Streisand hat Disney-Aktien für George Floyds Tochter gekauft

Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd letzten Monat setzten sich viele Prominente für die trauernde Familie Floyd ein. So auch Barbra Streisand. Die 78-Jährige schenkte der hinterbliebenen Tochter Gianna Floyd nun Disney-Aktien. Musiker, die helfen Am 29. Mai verstarb der 46-Jährige Floyd in Minneapolis, nachdem ein Polizist ihm ein Knie in den Hals gedrückt und ihn so am Atmen gehindert hatte. Daraufhin protestierten in sämtlichen US-Staaten, später weltweit tausende Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt, darunter auch viele Prominente. Barbra Streisand hat nun auch ihr Vermögen genutzt, um die Familie zu unterstützen. Seit kurzem hat das millionenschwere Disney-Unternehmen also…
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