Muse – „Cryogen“: Neue Single aus „The Wow! Signal“ im Check
Muse halten den Spannungsbogen rund um ihr kommendes Album „The Wow! Signal“ weiter hoch. Mit der neuen Single „Cryogen“ liefert die britische Band den nächsten Vorgeschmack auf ihr zehntes Studioalbum. Es soll am 26. Juni 2026 erscheinen. Der Song folgt auf die bereits veröffentlichten Titel „Unravelling“ und „Be With You“. Er schärft das Bild eines Albums, das Muse offenbar wieder stärker in Richtung ihrer klassischen Space-Rock-Signatur führen könnte.
Zurück in die Umlaufbahn
Schon die bisherigen Vorabtracks deuteten an, dass die Band an jenem Sound anknüpfen will, der Muse in den frühen 2000ern zu einer stilprägenden Alternative-Rock-Band gemacht hat. „Cryogen“ setzt genau dort an: Der Song arbeitet mit schneidenden Gitarren und drängendem Groove. Die Dramaturgie pendelt zwischen kontrollierter Wucht und hymnischer Zuspitzung. In der Rezeption wird der Titel bereits mit früheren Muse-Klassikern wie „Plug In Baby“ in Verbindung gebracht.
Ein Album mit kosmischem Konzept
„The Wow! Signal“ verweist auf das legendäre astronomische Radiosignal von 1977. Es ist bis heute mit der Idee außerirdischer Kommunikation verbunden. Auch thematisch bleibt die Band ihrem Hang zu großen Bildern treu. Diese Weltraum- und Zukunftsmetaphorik zieht sich durch die gesamte Albumkampagne. Die neue Single fügt sich nahtlos in eine Erzählung ein, die zwischen Science-Fiction, Pathos und klassischem Arena-Rock angesiedelt ist.
Während „Will Of The People“ 2022 stärker politisch und direkt angelegt war, wirkt die neue Albumära auf Eskapismus, Weite und technische Opulenz ausgerichtet. Produziert wurde das Material unter anderem mit Dan Lancaster.
Nächster Schritt Richtung Albumstart
Mit „Cryogen“ verdichten Muse die Erwartungen an „The Wow! Signal“ weiter. Der Song funktioniert als eigenständiger, druckvoller Rocktrack. Zugleich ist er ein strategischer Baustein einer Albumkampagne, die auf große Bilder und starke Wiedererkennbarkeit setzt. Im Mittelpunkt steht die Rückkehr zu den Kernqualitäten der Band.
Ob das Album die angedeutete Mischung aus Monumentalität und musikalischer Direktheit konsequent durchzieht, wird sich im Juni zeigen.