Neues Biopic: Jared Leto schlüpft in die Haut von Andy Warhol

Gemeinsam mit Michael De Luca („The Social Network“) wird Jared Leto die Produktion für eine neue Filmographie über den exzentrischen, einflussreichen Künstler Andy Warhol übernehmen. Zudem wird der Schauspieler selbst in die Hauptrolle schlüpfen.

Der dritte im Bunde ist der Autor und Produzent Terence Winter, der auch schon an „Boardwalk Empire“, „The Sopranos“ und „The Wolf Of Wall Street“ beteiligt war. Er wird das Drehbuch schreibenDie 1989 erschienene Biographie von Victor Bockris soll dem Trio als Vorlage dienen. Das Projekt wird dabei nicht zu einem Arthouse-Film avancieren, sondern soll, ganz in Warhols Sinne, eine Mainstream-Produktion für die Massen werden.

Das erste Warhol-Biopic

Der Maler, Regisseur und Manager der Band „The Velvet Underground“ spielte zu Lebzeiten selbst in Filmen mit und erhält nun zum ersten Mal ein Biopic. Zwar wurde er bereits in zahlreichen Produktionen wie „The Doors“ (1991) oder „Men in Black 3“ (2012) verkörpert, war allerdings nie Hauptfigur.

Eine tragende Rolle hatte er bislang nur in der Filmbiografie „Factory Girl“ (2006) über seinen „Superstar“, das Model Edie Sedgwick. Darin erscheint er allerdings als übermächtiger Künstler, der die eigene Kreationen ebenso leicht wieder zerstören kann, wie er sie erschaffen hat.

Andy Warhol und seine Superstars.
Andy Warhol und seine Superstars.

In den 1960er Jahren rüttelte Andy Warhol erst New Yorks und schließlich Amerikas Kunstszene mit seiner Vorstellung von Pop-Art auf. Gemälde von amerikanischen Ikonen, wie Campell Soup, Coca Cola, Dollarscheinen oder Stars wie Marilyn Monroe, Elvis Presley, Marlon Brando oder Elizabeth Taylor, offenbarten die Mechanismen der modernen Gesellschaft – Markenwaren, Massenproduktion und Superstardom – ohne dabei Stellung zu beziehen.

Der Amerikaner war außerdem für seine avantgardistischen Filme und „Screen Tests“ – Portraits von „Factory“-Besuchern (unter ihnen auch Bob Dylan) – und die Kreation der „Warhol Superstars“ bekannt. Vielen von ihnen verhalf er zu Ruhm, wie Baby Jane Holzer, Nico mit „The Velvet Underground“, oder Edie Sedgwick. Im Gegenzug bewarben sie seine Kunst.

Drehbeginn sowie Erscheinungstermin der filmischen Biographie sind bislang unbekannt. Auch der Namen des Regisseurs wurde noch nicht verraten.


Mimimimi: Jared Leto „aufgebracht“ wegen Joaquin Phoenix' „Joker“

Freiwillige Filmkontrolle – das Podcast-Gespräch über „Joker“: In einem sehr lesenswerten Report über die Entstehungsgeschichte zu Todd Phillips' „Joker“ kommt auch der Vorgänger von Joaquin Phoenix' zur Sprache: Jared Leto, der den Killer-Clown im Superhelden-Ensemblefilm „Suicide Squad“ von 2016 verkörperte. Dem „Hollywood Reporter“ zufolge sei der Oscar-Preisträger („Dallas Buyers Club“) alles andere als happy gewesen mit der Entscheidung eines parallelen „Joker“-Films, der nicht in das Universum der DC Comics eingegliedert wird. „Alienated and upset“, „befremdet und aufgebracht“ – wohl auch, weil damit ein zusätzlicher Joker im Spiel ist. Tatsächlich ist bis jetzt ungeklärt, ob Leto in „Suicide Squad 2“ zu…
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