Ozzy Osbourne: „Das war das beschissenste Jahr meines Lebens“


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Es war ganz sicherlich eine harte Zeit für Ozzy Osbourne! Ende 2018 hatte der Black-Sabbath-Sänger eine Reihe von Gesundheitsproblemen zu bewältigen, darunter eine Staphylokokkeninfektion und eine Lungenentzündung. Anfang 2019 sorgte ein Sturz zu Hause dafür, dass Metallstangen, die Jahre zuvor nach einem Unfall in seinen Körper eingeführt worden waren, herausgerissen wurden.

Alle seine Tourneedaten für 2019 mussten verschoben, da er den größten Teil des Jahres zur Erholung brauchte. Zuletzt meldete er sich aber immer wieder zu Wort, trat sogar bei den Grammys auf. Einen Rückschlag gab es aber dennoch. Auch die kommende Tour muss erst einmal gestrichen werden, der Sänger wird wegen Parkinson behandelt.

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Alles in allem also ein echtes Seuchenjahr – und es wundert nicht, dass Osbourne die letzten Monate am liebsten aus seinem Leben gestrichen sähe.

„Wenn ich auch damit irgendwie leben könnte, dann sagt mir mein Gehirn trotzdem: ‚Das macht alles keinen Spaß, Mann’“, sagte Osbourne in einem Gespräch mit „Kerrang!“. „Es sagt mir nie: ‚Es ist ein sonniger Tag, lass uns sonnenbaden gehen. Es ruft: ‚Da ist eine schwarze Wolke.‘ Sharon sagt immer zu mir: ‚Ich verstehe dich nicht. Du kannst einen blauen Himmel haben, und du wirst nicht glücklich sein, bis du diese schwarze Wolke gefunden hast‘. Das bin ich! Sie können sich also vorstellen, wie ich mich fühle, wenn ich auf dem verdammten Bett liege und mir selbst leid tue und sage: ‚Ich bin tot, ich bin erledigt, es ist alles vorbei.“

„Warum bringt ihr mich nicht einfach um?“

Auch über seinen verheerenden Sturz im vergangenen Jahr sprach Osbourne ausgesprochen detailreich:„Ich fiel um und schlug mir den Kopf an, als ich zu Boden ging. Und dann lag ich da so und dachte ganz ruhig vor mich hin: ‚Jetzt hast du’s wirklich geschafft.‘ Als ich ins Krankenhaus gebracht wurde, fand man dieses Ding in meiner Wirbelsäule. Alles war voller Flüssigkeit und das Teil war eingeklemmt. Ich hatte verdammt starke Schmerzen.“

Er fuhr ziemlich mürrisch fort: „Ich hatte eine Staphylokokkeninfektion im Daumen. Das wurde immerhin behoben. Dann hatte ich den Unfall. Dann kam ich da raus und bekam eine Lungenentzündung. Die ging einfach nicht weg. Ich dachte mir irgendwann: ‚Warum bringt ihr mich nicht einfach um?’“

Ozzy und Sharon Osbourne bei den Grammys 2020
Ozzy und Sharon Osbourne lachen gemeinsam auf der Bühne

Einen heiteren Alltag hatte der 71-Jährige deshalb gewiss nicht. „Ich stand auf, prüfte Blutdruck und meine Temperatur – ich hatte eine Krankenschwester, 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche, über ein Jahr lang“, sagte Ozzy Osbourne. „Ich konnte nicht laufen. Erst in den letzten fünf Monaten bin ich wieder einigermaßen gegangen. Ich kann nicht beschreiben, wie es war. Man weiß nie, wie wertvoll etwas ist, bis man es fast verloren hat. Sie können sich vorstellen, wie es für jemanden wie mich ist, der immer etwas tun muss. Ein Tag, an dem ich keinen Scheiß gemacht habe, ist für mich eine Schande. Ich meine, du liegst nur da und fühlst dich schrecklich.“

Immerhin half ihm die Entstehung seines neuen Albums „Ordinary Man“, das am Freitag (21. Februar) erscheint, etwas über die Qualen hinweg. Die drucklose Herangehensweise an die Aufnahmen nahm ihm etwas den Schmerz und das Leiden an den Krankheiten.

Jeff Kravitz FilmMagic