Paul McCartney übt harte Kritik an Masken-Muffeln: „Das ist dumm!“


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Paul McCartney richtet sich an jene Menschen, die frei heraus behaupten, dass das Tragen eines Mund-Nasenschutzes ein Eingriff in ihre Bürgerrechte sei. Allein für das Interview ließ McCartney sich auf Covid-19 testen und vermied andere persönliche Kontakte.

„Wenn Leute sowas sagen wie ‘Die Pflicht Masken tragen zu müssen, verletzt meine Bürgerrechte‘, dann entgegne ich: ‚Das ist dumm’“, so McCartney gegenüber „CBS Sunday Morning“. Bevor er sich mit dem Journalisten Seth Doane in einen Raum setzte, ließ sich McCartney auf Covid-19 testen. Es ist sein erste Face-To-Face Interview seit Wochen. Denn McCartney entschied für sich, keine weiteren (öffentlichen) Interviews zu geben.

Paul McCartney glaubt nicht an Festivals 2021

Am vergangenen Wochenende kündigte der britische Premierminister Boris Johnson einen Katalog an neuen Beschränkungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus an. Demnach sollen Einwohner von London, dem Südosten und Osten von England zu Hause bleiben und die Ausnahmen von dieser Regelung zumindest bis zum 30. Dezember klein halten. Das hängt auch mit der Entdeckung einer Mutation des neuen Erregers zusammen, die dafür sorgt, dass das Virus vielfach ansteckender ist bei entsprechender Infektion.

Das das Virus mit 2021 nicht einfach verschwinden und auch für die Musikwelt noch eine große Rollen spielen wird, ließ McCartney vergangene Woche in einem Interview durchblicken. Zum Glastonbury-Festival 2021 sagte er: „100.000 Menschen eng aneinander und ohne Masken – das wäre eine Super-Spreader-Veranstaltung. Ich würde es toll finden, wenn es passiert, aber ich habe das Gefühl, dass es nicht stattfinden wird.“

Paul McCartney hat den Tod von John Lennon verdrängt

Der Anlass seines jüngsten Interviews war jedoch das fulminante Finale seines Solo-Projekts: „McCartney III“. Und so kamen Seth Doane und Paul McCartney gar nicht drum herum, über die Freundschaft des Beatles zu John Lennon und dessen Dahinscheiden zu sprechen. McCartney ginge mit sich oft hart ins Gericht, warum er sich nicht die Seele aus dem Leib geweint habe. „Ich denke nicht, dass ich die Dinge gut verarbeitet habe. Ich wäre kaum überrascht, würde ein Psychologe herausfinden, dass ich seinen Tod verdränge,“ so McCartney.

Doch hat Macca eine andere Art gefunden, mit dem Tod seines Freundes zu leben. Für ihn gebe es keinen Zweifel, dass beide noch immer (gemeinsam) Musik spielen würden. Aber dennoch bliebe die entscheidende Frage laut McCartney: „Würden wir jemals wieder als Beatles zusammen kommen? Ich weiß es nicht – wir wissen es nicht.“