Taylor Swift wollte Album-Release aus Respekt vor Paul McCartney verschieben


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Wie bedacht und rücksichtsvoll Musiker mit dem Release ihrer Alben umgehen, zeigt sich in den Kleinigkeiten wie in der Anekdote, die Paul McCartney über Taylor Swift preisgab. Sie habe aus Höflichkeit die Veröffentlichung ihres neuen Albums verschoben, so dass sie nicht mit dem neuen Album des Beatles-Mitbegründer auf einen Tag fiel.

Swift brachte „Evermore“, ihr zweites Überraschungsalbum 2020, am vergangenen Freitag (10. Dezember) heraus. „McCartney III“ steht dagegen für die morgige Veröffentlichung (18. Dezember) noch in den Startlöchern. Jene Termine waren bis zum Schluss jedoch nicht in Stein gemeißelt. Zu der Zeit, als McCartney und Swift gemeinsam am Jahresrückblick für den ROLLING STONE arbeiteten, habe McCartney eine E-Mail von ihr erhalten.

„Die Menschen gehen für andere wirklich einen Schritt zurück“

Den Wortlaut der E-Mail gab McCartney in der Howard Stern Show wie folgt wieder: „Sie sagte: Ich habe es niemandem erzählt, doch ich habe ein weiteres Album in der Hinterhand. Ich wollte es an meinem Geburtstag rausbringen. Doch dann fand ich heraus, dass du den Release deines neuen Albums auf den 10. gelegt hast. Also habe ich meins auf den 18. verschoben.“

Allein um wie Swift auf den anderen Rücksicht zu nehmen, verlegte McCartney seinen Release auf den 18. Dezember, sodass Swift doch den 10. nehmen konnte. „Die Menschen gehen für andere wirklich einen Schritt zurück“, sagte Paul McCartney in der Show. Swift offenbarte in ihrem jüngsten Interview zur Promotion des Albums, dass sie einmal geplant hatte, mit der Veröffentlichung bis Januar zu warten – „wenn die Dinge sich normalisiert hätten.“ Damals sei sie noch davon ausgegangen, dass es einen Weg gäbe, die Dinge zu kontrollieren.

Kontrollieren konnten beide wohl auch nicht, dass das Glastonbury-Festival, bei dem beide als Headliner auftreten sollten, aufgrund der Corona-Pandemie ins Wasser fiel. Im Interview für ROLLING STONE legte McCartney seinen einstigen Plan da, Swift 2020 zu sich auf die Bühne zu holen. Die Sängerin beteuerte darauf, dass es sich eine großer Spaß geworden wäre.