Paul McCartney hatte Angst vor dem „Carpool Karaoke“-Dreh


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Wenige YouTube-Serien bringen die Stars ihren Fans so nahe wie „Carpool Karaoke“ – jene Show, in der Talkshow-Moderator James Corden auf Persönlichkeiten trifft und mit diesen singend in einem Auto durch die Gegend fährt. Die Liste an Stars, die bisher im Beifahrersitz an der Seite Cordens Platz genommen haben, ist schon beeindruckend: Celine Dion, Michelle Obama, Adele, Billie Eilish, Harry Styles – sie alle und mehr waren schon in Cordens Auto zu Gast. Einer der bisher erfolgreichsten Episoden der Show entstand 2018 in der Anwesenheit von Paul McCartney. Zu dieser wäre es allerdings fast nicht gekommen. Denn wie McCartney jüngst bekannt gab, hatte er ursprünglich nicht vor an der Show teilzunehmen und habe sich sogar regelrecht davor gefürchtet.

Für die Folge, die erstmals im Juni 2018 ausgestrahlt wurde, hatte Paul McCartney sich bereit erklärt, mit Corden durch seine Heimatstadt Liverpool zu fahren, und, wie für das Format üblich, währenddessen diverse Beatles-Songs zu trällern. Der eigentliche Erfolg der Episode rührte allerdings in erster Linie daher, dass man im Zuge dessen das Paar auch all jene Orte besuchen sah, die durch Songs der Beatles einst berühmt wurden, wie etwa „Penny Lane“. Einer der emotionalsten und denkwürdigsten Momente ereignete sich jedoch bei dem Besuch von jenem Haus, in dem Paul McCartney einst aufwuchs. „Ich war nicht mehr hier, seit ich mit 20 weggezogen bin“, hört man den damals 76-Jährigen McCartney zu Corden sagen, bevor die beiden das relativ unscheinbare englische Reihenhaus betreten. Anschließend sieht man, wie sich McCartney an ein Klavier setzt und den Song „When I’m Sixty-Four“ spielt.


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In einem neuen Interview erinnerte sich McCartney an seinen Auftritt vor zwei Jahren und erzählte auch von der Angst, nach über 50 Jahren wieder zu seinem Elternhaus zurückzukehren: „Ich hasse es, das zuzugeben, aber ich wollte die Sendung gar nicht machen. Ich habe bis zum Schluss versucht, aus der Nummer rauszukommen. Bis zu dem Moment, als wir ins Auto gestiegen sind!“, sagte er zum „Zeit Magazin“. Bereuen würde McCartney seine Entscheidung allerdings nicht. Im Nachhinein sei er sogar froh, seine Angst überwunden zu haben. „Es war das erste Mal. Ich hatte Angst, dass es merkwürdig sein könnte, aber es war großartig. Alle möglichen Erinnerungen waren plötzlich wieder da.“