Paul McCartney und Italiens „ungeheuerliche“ Ticket-Rückerstattungs-Politik


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Die neuen Ticket-Regelungen in Italien sind bei vielen Konzertkarten-Käufern auf Unverständnis gestoßen. Nun beschwerte sich auch Beatles-Star Paul McCartney.

Der 77-Jährige hätte diese Woche eigentlich zwei Auftritte in Neapel und Lucca gehabt, welche aber auf Grund der derzeitigen Corona-Pandemie abgesagt werden mussten. Normalerweise erhalten Ticketkäufer in solch einem Fall ihr Geld zurück. Aber ein Gesetz der italienischen Regierung sieht vor, dass Käufer stattdessen Gutscheine bekommen – eine Praxis, die auch in Deutschland viele Veranstalter umsetzen.

Diese Regelung macht bei den Nachbarn viele Leute wütend. Auch McCartney selbst ist empört.

Eine „Ungeheuerlichkeit“ für die Fans

„Es ist unglaublich, dass diejenigen, die für ihre Tickets bezahlt haben, ihr Geld nicht zurückbekommen“, beschwerte sich McCartney laut „The Guardian“. „Ohne die Fans gäbe es keine Live-Unterhaltung. Wir sind mit dem, was die italienische Regierung tut, ganz und gar nicht einverstanden … Der Veranstalter unserer Shows muss hier das Richtige tun.“

Die neue Regelung wurde auf Empfehlung des italienischen Veranstalters Assomusica eingeführt. Statt des Kaufbetrags gibt es für die Fans nun Gutscheine, welche innerhalb von 18 Monaten eingelöst werden können. Laut D’Alessandro & Galli jedoch – der Agentur, die sich um McCartneys Konzerte in Italien kümmert – habe der Sänger bereits von der Gutschein-Regelung gewusst, bevor die Konzerte abgesagt wurden.

„Wir haben volles Verständnis für die Verbitterung des Künstlers, als er sich um diese beiden Konzerte kümmerte, die seine Rückkehr nach Italien gewesen wären, sowie für den Unmut der Fans, einen Gutschein statt einer vollständigen Rückerstattung zu erhalten“, sagte das Unternehmen. Die neue Ticketpolitik sei von der Regierung eingeführt worden um „mit einer beispiellosen Krise fertig zu werden, die der Livemusik-Industrie und den etwa 400.000 Arbeitern, die Gefahr liefen, ein Jahr lang nicht arbeiten zu können, einen tödlichen Schlag zu versetzen drohte.“