Queen dachten nicht, dass das „Live Aid“-Konzert wirklich stattfinden würde


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Seit einem halben Jahr existiert das YouTube-Format „Queen: The Greatest“, bei dem jede Woche ein bestimmter Zeitabschnitt in der Geschichte der Band genauer untersucht wird, um das 50. Jubiläum der Gruppe zu feiern. Die 30. Episode, die am Freitag (08. Oktober 201) erschienen ist, widmet sich einem der wichtigsten Auftritte für Queen: dem „Live Aid“-Konzert aus dem Jahr 1985.

Bei der von Bob Geldof organisierten Spendenaktion durften mehr als 50 Bands im Wembley Stadion auftreten, um Geld für die Bekämpfung der Hungersnot in Äthiopien zu sammeln. Queens Auftritt wurde von 72.000 Zuschauer:innen im Stadion und von 1,9 Milliarden Menschen im Fernsehen angeschaut und gilt bis heute als eine der besten Performances der Band – und vor allem von Freddie Mercury. Wie die Band nun jedoch in der „Queen: The Greatest“-Episode verriet, war sie sich vorher gar nicht so sicher, ob der Auftritt überhaupt stattfinden würde.

„Wir sagten: ‚Oh ja, sicher‘, weil wir dachten, es sei fast unmöglich, so etwas auf die Beine zu stellen“

Der Queen-Gitarrist Brian May erzählt in dem Video: „Geldof saß ein paar Tische weiter und kam zu uns rüber und fragte: ‚Wie wär’s, wenn wir das machen?‘ Und er sagte: ‚Wir werden dies und das und das machen‘. Wir sagten: ‚Oh ja, sicher‘, weil wir dachten, es sei fast unmöglich, so etwas auf die Beine zu stellen.“ So war die ganze Band mehr als überrascht, als Geldof May tatsächlich bat, sich für die Show zu verpflichten. Aber, so der 74-jährige Musiker, „wir waren alle sehr erpicht darauf“.

Dass ihr zwanzigminütiger Gig so unglaublich gut bei den Leuten ankam, hatte vor allem einen Grund, meint May weiterhin: „Wir hatten einen unfairen Vorteil.“ Er führt aus: „Wir hatten schon in Fußballstadien gespielt. Vor allem Freddie lernte diese magische Art, jeden mit einzubeziehen. In einem riesigen Fußballstadion konnte er jedem das Gefühl geben, mit ihm in Kontakt zu sein.“

„Ich erinnere mich, wie ich aufblickte und sah, wie der ganze Ort völlig durchdrehte und ich dachte: ‚Oh – das läuft gut!’“

Für den Schlagzeuger Roger Taylor kam der Erfolg des Gigs eher überraschend. Er sagt im Video: „Ich erinnere mich, wie ich aufblickte und sah, wie der ganze Ort völlig durchdrehte und ich dachte: ‚Oh – das läuft gut!’“ Zudem antwortet er auch auf die Frage, ob der Auftritt bei „Live Aid“ ein gut durchdachter Karriereschritt von Seiten der Band war. „Nein, es war kein Karriereschritt“, so Taylor, „aber natürlich hat das jeder im Hinterkopf.“

Bei Queens „Live Aid“-Gig spielte die britische Rockband ein Sammelsurium aus ihren größten Hits, darunter „Bohemian Rhapsody“, „Hammer To Fall“, „We Are The Champions“, „Crazy Little Thing Called Love“ und „Radio Ga Ga“. Der Auftritt ist als einer der besten Musikperformances aller Zeiten in die Geschichte eingegangen und war ausschlaggebend dafür, dass die Karriere der Band wieder auflebte.

Sehen Sie den gesamten „Live Aid“-Auftritt hier im Stream: