Warum Freddie Mercury keine Lust auf politische Queen-Songs hatte


von

Der britische Multiinstrumentalist und Queen-Schlagzeuger Roger Taylor hat verraten, warum Freddie Mercury seinen Bandkollegen zu Lebzeiten verboten hat politische Queen-Songs zu schreiben. Auf seinem neuen Soloalbum „Outsider“ hingegen, welches Taylor am vergangenen Freitag (1. Oktober) veröffentlichte, geht es nun ein wenig politischer zu.

In einem neuen Interview mit „Music Radar“ sagte Roger Taylor über sein neues Album: „Ich nehme an, der große Unterschied zwischen Queen und diesem Album besteht darin, dass ich ein paar ‚politische‘ Songs geschrieben habe.“ Weiter erklärte er: „Das haben wir als Band nicht wirklich gemacht. Es war eine bewusste Entscheidung, gleich zu Beginn – und Sie müssen sich daran erinnern, dass in den 70ern viel Hardcore-Politik passierte.“

„ICH BIN NICHT DA, UM EINE BOTSCHAFT ZU ÜBERMITTELN“

Laut Taylor habe Freddie Mercury in den 1970er-Jahren gesagt: „Ich möchte mich da nicht einmischen. Ich möchte um die Welt reisen und Lieder spielen, die die Leute genießen können. Ich bin nicht da, um eine Botschaft zu übermitteln.“ Obwohl Taylor auf seiner neuen Platte inzwischen ein wenig politischer klingt, befürwortet er Mercurys Entscheidung auch heute noch. Denn auch er „will nicht zu predigend werden“, so der 72-Jährige.

Weiter sagte er: „Ich hoffe, dass ich auf der richtigen Seite des schmalen Grats zwischen Rockmusik und Politik bleiben konnte. Ich hoffe, dass ich nie an den Punkt komme, an dem ich auf der Bühne herumtolle und darüber rede, was mit der Welt nicht stimmt. Freddie würde mir nie verzeihen.“

Über die Entstehung von „Outsider“ sagte Roger Taylor zudem: „Ich stehe nicht morgens auf und denke: ‚Ich schreibe heute einen Song von Queen‘ oder ‚Ich schreibe einen Song für das neue Soloalbum.‘ Erst wenn die Sache fertig ist, fange ich an zu überlegen, wo ein Lied landen wird.“ Bei Songs wie „A Kind of Magic“ (1986) oder „Radio Ga Ga“ (1984) sei beispielsweise schnell klar gewesen, dass aus ihnen Queen-Titel werden.