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Chuck Berry Chuck


Wenn Söhne Interviews geben, die ihre Väter nicht mehr geben können – oder noch nie geben wollten … Aber warum sollte es im Hause Berry anders sein als im Hause Cash? Familiensache. Also spricht posthum nun Charles jun. für seinen Erzeuger und spielt Gitarre auf „Chuck“. Dazu singt Tochter Ingrid ein, nun ja, Countryduett mit Papa („Darlin’“) und spielt Harmonika. Charles Nr. 3 (der Enkel) soll auch dabei sein. Unauffälliger als Gary Clark jun., der gleich mal „Wonderful Woman“ an sich reißt.

Anders als Johnny Cash, der bewusst dem Ende entgegensang und -schrieb und die eigene Sterblichkeit, ja, man kann sagen auch zelebriert hat, versucht Berry nur die Legende weiterzustricken. Anderes konnte man von ihm auch kaum erwarten. Das gelingt mit der Geschichte vom Jungen und den „Big Boys“. Die hat Berrys alten Drive und Witz (und mit Tom Morello und Nathaniel Rateliff zwei doch eher überraschende Gäste). Aber der müde Aufguss „Lady B. Goode“?

Drumherum gibt es alles Mögliche. Neben den Standardlicks und Riffs natürlich, die Rock’n’Roll-­Anfänger ewig beschäftigen werden. Etwa einen so unbeholfenen wie charmanten Offbeat-Versuch („Jamaica Moon“). Oder die Talking-Bar-Schnurre „Dutchman“ um einen abgehalfterten Musiker und die Liebe seines Lebens, „she had eyes like Cleopatra“. Mittenmang lebensfroh Angeschwipstes, live aus Berrys Hausclub Blueberry Hill in St. Louis/­Missouri mit dem schrägen Waltz „3/4 Time (Enchiladas)“.

Das Verrückte an „Chuck“ ist ja, dass Berry seit 1979 (!) keinen Drang verspürte, noch mal neues Material zu veröffentlichen. Und dann auf den letzten Metern doch noch mal. Fast so, als vertraute er den Klassikern nicht mehr, was den Platz in den Annalen angeht. Wie schrieb die Familie: „Wie könnte man die 90 Jahre seines Lebens besser feiern und erinnern als durch die Musik?“ Dieser Platte hätte es dazu nicht bedurft. Groß schaden kann sie auch nicht. Aber im Fall des Falles wird man doch immer zu „After School Session“ oder „One Dozen Berrys“ greifen. (Universal)

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