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Heinz Strunk Der goldene Handschuh

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Foto: bild.de/Rowohlt

Wie erzählt man etwas Monströses, das wirklich stattfand? Vier Frauenmorde? Zerstückelung der Leichen? Das Hausen inmitten dieser Überreste? Den Suff, der den Täter zerstörte? Heinz Strunk hat sich an die Geschichte des Serienmörders Fritz Honka gewagt und präsentiert die Seele dieses Mannes, ohne sie zu verklären, zu dämonisieren, zu sensationalisieren oder zu banalisieren. So düster, brutal und dicht beschreibt Strunk die Atmosphäre auf St. Pauli in den 70er-Jahren, das Brodeln der Ärmsten und Versoffensten im eigenen Sud, dass die Lektüre fast Schmerzen bereitet. Dennoch: Während Fiete, wie er im Buch genannt wird, unaufhaltsam dem Abgrund entgegentaumelt, entwickelt das Buch seinen Sog. Der mag unter anderem in einer ambivalenten Schaulust bestehen, speist sich zum Teil aber auch aus der präzisen Sprache, die Strunk wählt. Bis hin zu den Sprücheklopfern bei der Alsterrundfahrt ist authentisch, was Strunk seinen Figuren in den Mund legt, man hört die zahnlosen Kiezgrößen vor sich hin fluchen, riecht ihre Körper, kapiert ihre Probleme. (Rowohlt, 19,95 Euro) Rezension von Jenni Zylka

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