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Joachim Lottmann Hotel Sylvia


Der „Beginn“ seines „Alterswerks“, wie Joachim Lottmann seine Novelle „Hotel Sylvia“ nennt, fällt recht schmal aus: 124 Seiten, eine Reise an die Adria, in die Vergangenheit, die Kindheit. Erzähler Wolfgang fährt mit seinem wunderlichen, mutmaßlich altersdementen Bruder Manfred in ebenjenes Hotel Sylvia, in dem sie in den frühen 60er-Jahren Familienurlaube verbracht hatten, bevor die beiden Männer den Kontakt zueinander verloren. Der Vielschreiber, Blogger, Selbstdarsteller und Popliteratur-Erfinder plaudert sich durch eine trübmelancholische, freudund ereignislose Geschichte, deren Verdienst es ist, dem Alter jeden Zauber zu nehmen: Es passiert nicht mehr viel (manchmal verfahren sie sich mit dem Mietwagen; Wolfgang knüpft zarte Bande zu einer inkognito anreisenden Freundin), Milde, Humor und Mürrischkeit legen sich über den langweiligen Lebensrest, der demente Bruder ist gar nicht dement, bloß müde, eingerostet und desinteressiert – und Sex nur noch eine schwüle, bei jeder jüngeren Frau, die den Raum betritt, auf keimende Erinnerung. Shocking und schonungslos. (Haffmans & Tolkemitt, 14,95 Euro)


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