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    Peter Kemper – Jimi Hendrix

    In der „BasisBiographie“-Reihe von Suhrkamp wird nun Leben, Werk und Wirkung von Jimi Hendrix untersucht. Es beginnt natürlich alles in Woodstock, und auch im Folgenden sind keine Überraschungen zu erwarten. Die wohlbekannte Biografie liest sich allerdings erfreulich kurzweilig, die Discografie gibt einen ordentlichen Überblick. Über manche Deutung kann man freilich streiten etwa, ob es sich […] mehr…

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    Chester Brown – Fuck

    Brown nähert sich hierin reduzierten, aber sehr feinen, konzisen Tuschezeichnungen seiner Adoleszenz, und es ist eindrucksvoll, mit wie wenig Strichen und Panels er auskommt, um individuelle und dann doch auch wieder ziemlich typische Pubertätserfahrungen anschaulich zu machen. Diese Ästhetik der Andeutung und pietätvollen Heimlichkeit sorgt dafür, dass man diesen Teenager zwar ganz gut kennenlernt, aber […] mehr…

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    Thomas Kapielski – Ortskunde

    Erlesene Merkwürdigkeiten, absonderliche Schandtaten und himmelschreiende Blasphemien arrangiert Kapielski in der authentisch gefaketen Sprache alter Chroniken und Kirchenbücher zu einer Landkarte vom alten, unheimlichen Deutschland, als noch jedes Dorf irgendeinen gottungefälligen Wahnsinn barg. Lange scheint die dunkle Zeit nicht her zu sein. In Kapielskis Tagebüchern der letzten Jahre konnte man schon von ihm lesen, hier […] mehr…

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    Andre Kubiczek – Kopf unter Wasser

    Das Buch zur Printmedienkrise. Alles läuft zunächst gut für Henry, er trägt die richtigen Klamotten, die ihm gleich nach dem Studium eine auskömmliche Position im Lifestyle-Ressort eines Hochglanzmagazins sichern, er tummelt sich auf den richtigen Vernissagen, hat eine Freundin aus der Künstlerszene, aber es macht keinen Spaß. Und so wird aus dem gefeierten Kolumnisten bald […] mehr…

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    Vom Kapital - Ein Thriller und wenig einladendes…

    Minister, Journalisten, Polizei, die Mafia sowieso korrupt sind sie alle im zeitgenössischen Nachkriegskroatien, das vom globalen Kapital förmlich über den Haufen gerannt wurde. Der einzige integre Mann in diesem Roman ist ein Schriftsteller, offenbar eine Art Alter ego des Autors, wer sonst? Boris säuft zu viel, ist aber ein ziemlich abgefeimter Knochen, den nicht mal […] mehr…

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    A.J. Liebling – Die artige Kunst

    Diese Boxreportagen des 1963 gestorbenen „New Yorker“-Reporterstars und Connaisseurs des „low life“ sind Spaziergänge durch eine Zeit, als die mythischen Heroen des „Pugilismus“, Joe Louis, Rocky Marciano, Sugar Ray Robinson etc., noch echte Menschen waren. Liebling porträtiert jedoch nicht nur die Protagonisten und ihre „Kunst“, profund, leidenschaftlich, witzig, aber ohne Dünkel, sondern auch das Milieu, […] mehr…

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    Steven Bloom – Stellt mir eine Frage

    1950. Ein Kreis jüdischer Immigranten trifft sich regelmäßig in einem New Yorker Diner. Der Korea-Krieg wütet, die Shoa war gestern, man ist sensibilisiert bis zur Paranoia, wittert überall antisemitische Latenzen, nicht zuletzt als das jüdische Ehepaar Rosenberg der Atomspionage für die Sowjets angeklagt wird, Archie hat Eheprobleme, Izzy keine Frau-und die Alten sterben langsam. Die […] mehr…

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    Watchmen – Die Wächter

    Blockbuster gefloppt, Film gelungen: „300“-Regisseur Zack Snyder hat mit seiner Adaption der gleichnamigen Graphic Novel von Alan Moore ein Epos von visuell düsterer Opulenz und abgründiger Gewalt geschaffen. Zur Einstimmung erklingt Bob Dylans „The Times They Are A-Changin'“ – aber wie: 1985 ist Richard Nixon noch immer US-Präsident. Alle Superhelden wurden in Rente geschickt und […] mehr…

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    Rock’n’Rolla

    Nach zehn Jahren hat Guy Ritchie dort weitergemacht, wo er mit „Bube, Dame König, grAs“ und „Snatch“ angefangen hatte – also vor seiner Ehe mit Madonna, die seine Karriere völlig ruinierte. Seine Gangstergeschichte ist wieder wahnwitzig verschachtelt, rasant geschnitten, voller cooler Typen und sarkastischer Pointen. Aber was damals furios war, wirkt jetzt nur noch wie […] mehr…

  • Notorious B.I.G.

    Notorious B.I.G.

    Das Leben und Sterben von Christopher Wallace aka Notourious B.I.G., der 1997 erschossen wurde, ist ein Requiem, das Fans des Rappers gut unterhalten wird. Regisseur Tillman („Men Of Honor“) ist um Realismus bemüht, wenn es um das harte Leben auf der Straße und den verdienten Respekt im Musikbiz geht. Aber es fehlt an Distanz. Biggie […] mehr…

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    Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat

    Weder verunglimpft noch verklärt wird jener Mann, der Hitler am 20. Juli 1944 eine Bombe unterschob und als strittige Figur des Widerstandes gedeutet wird. Bestätigt haben sich nur die annehmbaren Befürchtungen: „X-Men“-Regisseur Singer hat kein umfassendes Porträt gedreht, sondern einen Thriller, der den Anschlag in 100 Minuten mit spannender Präzision durchexerziert. Und Tom Cruise spielt […] mehr…

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    Mitte Ende August - Start: 30.7.

    Motive aus Goethes „Wahlverwandtschaften“ verarbeitet Regisseur Sebastian Schipper („Ein Freund von mir“) in seinem am Dogma-Stil ausgerichteten Beziehungsdrama. Hanna (Marie Bäumer) und Thomas (Milan Peschel) beziehen auf dem Land ein altes Haus, das noch stark renoviert werden muss. Die beiden sind ein ungleiches Paar: Er ist ein redseliger Luftikus, während sie eher in sich gekehrt […] mehr…

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    Milk - Sanfte Ikone

    Harvey Milk war 1978 in Amerika als erster bekennender Homosexueller in ein öffentliches Amt gewählt worden. Und es ist nicht nur künstlerische Anerkennung, sondern durchaus als gesellschaftliches Statement zu werten, dass die oft als konservativ verrufene Academy den Film und die Regie für den Oscar 2009 nominierte und sogar den Preis neben Hauptdarsteller Sean Penn […] mehr…

  • Citizen Kane

    Citizen Kane - Special Edition

    Seit Jahrzehnten wird Orson Welles‘ Regiedebüt regelmäßig in die Top Ten der besten Filme, wenn nicht sogar zum besten Film aller Zeiten gewählt. Aber wie erklärt man das heute noch jungen Kinozuschauern? Allein die Schwarzweißbilder schrecken viele ab. Und schon 1941, als das Material längst nicht ausgereift war, ließ Welles das Zelluloid an einigen Stellen […] mehr…

  • Public Enemies DVD/CD

    Public Enemies - Start: 6.8.

    Sie wurden als Staatsfeinde gejagt und als Volkshelden im Amerika der Großen Depression gefeiert: Während es Arthur Penn 1967 mit „Bonnie und Clyde“ gelang, ein Gangsterpärchen zu Ikonen der Ausgebeuteten zu stilisieren, misslang dies John Milius mit „Jagd auf Dillinger“ (1973), bei dem es um einen nicht minder brutalen Bankräuber ging. Michael Mann hätte es […] mehr…

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    Coco Chanel - Start: 13.8.

    Die Mädchenjahre einer Modekönigin: Regisseurin Fontaine („Nathalie“) erzählt, wie Anfang des 19. Jahrhunderts die Waise Gabrielle Chasnel zu Coco Chanel (Audrey Tautou) wurde. Die gelernte Näherin arbeitet als Sängerin in einem Gasthaus, wo sie den Bonvivant Balsan (Benoit Poelvoorde) kennenlernt. Sie folgt ihm auf seinen Landsitz und wird seine Geliebte. Obwohl er das eigensinnige Mädchen […] mehr…

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    Pedro Almodovar – Zerrissene Umarmungen - Zwischen Kunst und Kitsch/Start: 6.8.

    Seine Liebesgeschichten sind der reinste Kitsch, und eigentlich müsste sich kein Schreiber für Telenovelas mehr schämen, wenn er dieses hemmungslose Rührstück von Pedro Almodovar gesehen hat. Statt dessen wird er verzweifeln müssen. Denn der Spanier meistert mal wieder den schmalen Grat zwischen trivialen Gefühlen und melodramatischer Grandezza, plumpem Pathos und großer Theatralik, in der immer […] mehr…

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    Maria, ihm schmeckt’s nicht - Start: 6.8.

    Okay, die Deutschen sind etwas verklemmt, aber immerhin vernünftig. Und die Italiener sind zwar chaotisch, aber haben eben viel Temperament. Wenn beide zusammenkommen, gibt es Missverständnisse. Das sind die Klischees, die Jan Weiler in seinem Bestseller „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ beschreibt – und bei seiner eigenen Hochzeit in Apulien tatsächlich erlebt haben will. Jan (Christian […] mehr…

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    Jose Padilha

    Padilha wurde 1967 in Rio de Janeiro geboren und studierte Politikwissenschaften in Oxford. Beim Film begann er als Produzent der Dokumentationen „Boca de Ouro“(199O) und“The Charcoal People“ (1999). Sein Kinodebüt als Regisseur gab er 2002 mit „Bus 174“ über die Entführung eines Linienbusses in Rio, das die „Director’s Guild of America“ als besten Dokumentarfilm nominierte. […] mehr…