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    Andrew Bird - „Noble Beast“

    Es wird einem jedes Mal Angst und Bange, wenn Andrew Bird ein neues Album veröffentlicht. Der musikalischen Potenz wegen, der scheinbar grenzenlosen stilistischen Möglichen, der künstlerischen Noblesse. Bird hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich, mit vielen Konzerten, bemerkenswerten Verkaufszahlen und einem Heimspiel in Chicago, zu dem 14 000 (!) Menschen kamen. Das ist erstaunlich und […] mehr…

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    Moke - „Shorland“

    Stolz wie Oskar kleben Moke auf ihr Debütalbum ein Papperl, auf dem Paul Weller seinen Lobpreis für die niederländische Band loswerden darf: „Fucking smashing tunes!“ Den Modfather in allen Ehren, doch immerhin wälzte er sich letztens nach einem fidelen Barbesuch auch haubitzenhaft in der Prager Gosse herum, weswegen man ihm vielleicht nicht jede Entscheidung nachtun […] mehr…

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    Lloyd Price - „Lloyd Rocks“

    Die „American Bandstand“-Version, die Loyd Price auf dringliche Bitte von Dick Clark für dessen berühmte und den Umsatz jederzeit stark fördernde TV-Show von „Stagger Lee“ neu aufnahm, taucht auf „Lloyd Rocks“ auch nicht als Kuriosität auf. Die Gewalt, von der diese traditionelle Mörderballade handelt, wollte Clark vor seinem vornehmlich weißen Teenager-Publikum auf gar keinen Fall […] mehr…

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    The Rifles - „Great Escape“

    Viel gab es nicht zu sagen zu dem 2006 erschienen Debüt der Rifles, „No Love Lost“. Anständige Lieder waren darauf, die die vier Jungspunde aus London bei The Jam und den Smiths und anderen, jüngeren englischen Bands aufgeschnappt hatten. Ian Broudie hat damals produziert und beides – das erste kompositorische Glück und den jugendlichen Elan […] mehr…

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    Bonnie Bramlett - „Piece Of My Heart –…

    Jahre später machte Bette Midler für ihr Debüt daraus ein ziemlich laszives Stück Cabaret. Bonnie Bramlett selbst sah in „Groupie (Superstar)“ mehr einen klassischen torch song, den sie mit Hilfe prominenter Freunde (Duane Allman, Leon Russell usw.) ins Southern-Soul-Genre überführte. In dem kannte sie sich blendend aus. In den wenigen Jahren, in denen sie mit […] mehr…

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    Ben Kweller - „Changing Horses“

    Die frühe Jugend dieses immer noch recht jungen, nämlich 27-jährigen Mannes- das war ja nicht nur ein freizeitmusizierender Doc als Dad, der Nils Lofgren einen alten Highschool-Freund nennen konnte und den Sohn für ein paar Beatles– und Hollies-Cover schon ganz früh hinters Schlagzeug setzte. Nein, das waren für den zehn-, elfjährigen Ben Kweller damals in […] mehr…

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    Glasvegas - „Glasvegas“

    Vertont James Allen auf dem Debüt seiner Band Glasvegas die eigene Jugend in Glasgow? Dann war es keine leichte. Eine Sozialarbeiterin kämpft um einen Suizidgefährdeten („Geraldine“). Ein Halbstarker wähnt seine Freundin im Bett mit seiner gesamten Clique- Schuld hat er selbst, weil er sie wie Dreck behandelt („It’s My Own Cheating That Makes Me Cry“). […] mehr…

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    Factory Records - „Communications 1978-92“

    Das Design wird bleiben. Die Remaster-Edition der Joy Division-Alben, auch die Reissue-CDs von New Order im letzten Jahr – noch lange nach Schließung der Factory ist die minimalistische , auf Typografie und wenige illustrative Elemente reduzierte Ästhetik das Maß aller Dinge in Artwork. In der allgemeinen Beliebigkeit stechen die schlichten Entwürfe beinahe noch auffälliger hervor […] mehr…

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    Franz Ferdinand - „Tonight: Franz Ferdinand“

    Franz Ferdinand sind die immer akkurat gescheitelten Musterschüler der britischen Pop-Klasse. Ihren ostentativ zur Schau gestellten Hedonismus nimmt man ihnen daher nie so ganz ab. In Wahrheit treiben sie sich lieber in neospießigen Bioläden und Bibliotheken rum als in lifestyligen Boutiquen und angesagten Clubs. Ihren Versuch über das Nachtleben beginnen sie daher konsequenterweise literarisch. Mit […] mehr…

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    Lily Allen - „It’s Not Me, It’s You“

    The Mitre, London Paddington, Freitag, 13.2.2009, 7.32 pm. „Mann, was für eine Scheißwoche! Zeit, sich zu besaufen. Pint?“ – „Bring mir doch gleich zwei mit, Matey!“- „Guck mal, die da drüben mit den Stiefeln und den großen Brüsten!“- „Smashing! Die kriegt gleich mal’n Bacardi Breezer von mir.“- „Was läuft da eigentlich im Hintergrund? Was Neues […] mehr…

  • The Kinks Picture Book Artwork

    The Kinks - Picture Book

    Über Kapital und Klassengesellschaft, Nutten und Alkohol, über Helden der Leinwand, die bescheidenen Sehnsüchte sogenannter kleiner Leute und das Geschäft mit Illusionen schrieb er einige der denkwürdigsten Popsongs. Jedenfalls ein wenig später, als er schon mehr als ein bisschen desillusioniert seinen ersten Nervenzusammenbruch hinter sich hatte. Begonnen hatte für Ray Davies alles so richtig mit […] mehr…

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    Lloyd Cole - „Cleaning Out The Ashtrays“

    Er könne es nicht leiden, wenn Teile seines Werks „out of print“ seien, schreibt Lloyd Cole- ehrlich und kompomisslos- in einem Vorwort zu dieser Liebesarbeit. Und Downloads gelten für ihn nicht als „in print“. Nun sind viele der hier versammelten fast 60 Songs obskure B-Seiten zu nicht sehr erfolgreichen Singles, andere sind Mixes von bekannten […] mehr…

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    Kitty, Daisy & Lewis - (Baby) Hold Me Tight

    Kurz vor Weihnachten noch in die Läden kam dieses willkommene Präsent vom autodidaktischen Teen-Trio aus Londons Norden. Geschrieben und gesungen von Kitty, schmiegt sich „Baby“ jazzy ans Ohr, beschwingt von Daisys Xylofon und geadelt vom Brass-Swing des Ska-Veteranen Eddy „Tan Tan“ Thornton. Auf der Flipside „Buggin‘ Blues“ beugt sich Lewis über die Tasten und verbeugt […] mehr…

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    Morrissey - Years Of Refusal

    Oh, man hat sich so gewöhnt an die raubauzige Art, mit der Morrisseys Burschen in die Instrumente greifen! Und schon auf seiner „Greatest Hits“-Sammlung warnte der Troubadour des Missvergnügens uns ja: „You’re gonna miss me when I’m gone.“ Wie wahr. Aber für eine Weile hält man die Abwesenheit des alten Giftspritzers doch aus. Nach seinen […] mehr…

  • Fotheringay - 2

    Fotheringay – 2

    Kollege Schöler schrieb im letzten Heft bereits einiges zur Digi-Ausgabe des mit 37-jähriger Verspätung veröffentlichten zweiten Albums jener kurzlebigen Band, die Sandy Denny quasi als Durchlauferhitzer zwischen Fairport und Solo-Karriere diente. Ergänzend anzufügen ist, dass man sich beim Vinyl-Mastering zwar die größte Mühe gegeben hat. die Glätte der Produktion etwas aufzurauen, jedoch mit mäßigem Erfolg. […] mehr…

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    The Stray Cats – Built For Speed

    Das Rockabilly-Revival fand Ende der 70er Jahre in England statt, und seine Ausläufer erreichten amerikanische Gestade mit mehrjähriger Verspätung. Weshalb diese erste in der Heimat veröffentlichte LP des trefflichen Trios ein Konglomerat ihrer UK-Alben „Stray Cats“ und „Gonna Ball“ war, erstere produziert vom Rock’n’Roll-Ästheten Dave Edmunds, letztere weniger ingeniös von den Herren Setzer, Phantom und […] mehr…

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    Elvis Presley – Elvis Presley

    Das Triumphgeheul aus der RCA-Top-Etage muss meilenweit zu hören gewesen sein, nachdem „Heartbreak Hotel“ Amerika erschüttert und diese erste LP des Künstlers, den man „The King“ nennen sollte, für ungeahnte Millionenumsätze gesorgt hatte. Immerhin gab es Firmenintern tatsächlich noch Stimmen, die diesem frivolen „Rock’n’Roll“ eine Lebensdauer von allenfalls zwei Jahren zutrauten und die sogar die […] mehr…

  • Frank Sinatra Sings For The Lonely Cover

    Frank Sinatra – Sings For Only The Lonely

    The Voice im Zenit seiner Phrasierungskunst, sich bluesiger Balladen und brütender Torch Songs annehmend, kongenial komplementiert von Nelson Riddles Streichern. Ganze drei Tage dauerten die Sessions für Capitol. Sinatra brilliert durch souveräne Zurückhaltung, kein Ton wird forciert, keine Pein kleingepresst. in „It’s A Lonesome Old Town“ oder „Blues In The Night“ glimmt eine Glut, in […] mehr…

  • Simon And Garfunkel Bookends Artwork

    Simon & Garfunkel - Bookends

    Außer „A Hazy shade Of Winter“, das noch nach Johnstons Pfeife folkrockte, bot „Bookends“ 1968 einen ungleich erwachseneren Sound als die Vorgänger-Alben, ganz im Sinne des neuen Produzenten Roy Halee, dem alles Laute und Ungestüme ein Graus war. Auch Paul Simons Lyrik war literarischer geworden, Art Garfunkels Stimme noch getragener und die Songs mehrheitlich ruhiger […] mehr…