Richard Kruspe: Emigrate-Album „wesentlich persönlicher“ als Rammstein-Platten


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Am 12. November dieses Jahres ist die vierte Platte des internationalen Bandprojekts Emigrate erschienen, welches der Rammstein-Gitarrist Richard Kruspe verantwortet. Der Album-Titel „The Persistance of Memory“ rührt vom gleichnamigen Gemälde des surrealistischen Malers Salvador Dalí (zu deutsch: „Die Beständigkeit der Erinnerung“).

Emigrate bietet Freiheit, Rammstein den Nutzen des Kollektivs

Jetzt hat der Leadgitarrist in einem Interview mit der Fernsehzeitschrift „prisma“ über die Verschiedenheit von Rammstein und Emigrate gesprochen. Nach eigener Aussage bietet ihm sein Nebenprojekt die Möglichkeit, für einen gewissen Zeitraum aus der Millionen-Maschinerie um Rammstein auszubrechen: „Emigrate ist nicht nur eine musikalische Freiheit, sondern auch die Freiheit, das machen zu dürfen und zu können, was ich will – und zwar wann immer ich es will. Es gibt keinen kommerziellen Druck“, so der 54-Jährige.

Ferner unterschieden sich die Arbeitsweisen und böten gerade deshalb beide auf ihre Weise eigene Vorzüge: „Ein Emigrate-Album ist für mich auch wesentlich persönlicher, weil der kreative Prozess komplett bei mir liegt. Trotzdem merke ich immer wieder, dass die Arbeit im Team viele positive Aspekte hat. Manchmal hat man Ideen, von denen man nicht weiß, ob sie gut oder schlecht sind. Durch das Team merkt man dann sehr schnell, ob Ideen nachhaltig sind“, holt der Musiker aus.

„Ich brauche Emigrate für mein persönliches Gleichgewicht“

In einem früheren Interview offenbarte Kruspe, dass er nach der letzten Rammstein-Tournee im Jahre 2019 in eine Depression geriet – und sogar abwägte, ob es nicht besser sei, mit der Musik aufzuhören. Erst die Gedanken an die Anfänge seiner musikalischen Karriere, sowie an die Gründung von Emigrate haben ihn aus dem Stimmungstief befreien können. Seine Darstellung untermauert er nun mit seinen aktuellen Äußerungen: „Ich brauche Emigrate für mein persönliches Gleichgewicht.“, und weiter: „Rammstein ist eher die männliche und Emigrate eher die weibliche Seite.“