Robert Plant vermisst Led-Zeppelin-Drummer John Bonham immer noch sehr


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Am 25. September 1980 starb Led-Zeppelin-Schlagzeuger John Bonham. Der Brite wurde nur 32 Jahre alt. Er stand unter starkem Alkoholeinfluss und erstickte an seinem Erbrochenen. Zu dem Zeitpunkt befand er sich im Haus von Jimmy Page, in dem sich die Band auf die nächste Tour vorbereiten wollte. Doch nach dem Tod lösten sich Led Zeppelin auf. Noch heute, rund 40 Jahre später, vermisst Robert Plant den Drummer, wie er in einem Interview mit dem amerikanischen ROLLING STONE erzählte.

„Wir waren aus demselben Nest“

„Es gibt ziemlich viele Leute, die mir nahe standen und die nicht mehr unter uns sind, aber er ist allgegenwärtig“, antwortet der ehemalige Sänger von Led Zeppelin auf die Frage, ob er noch oft an John Bonham denken müsse. Auch wenn man mal unterschiedliche Wege gegangen sei, Situationen in Chaos und Tränen endeten, so wären sie doch immer wieder am gleichen Ort, zusammen geendet. „Wir waren aus demselben Nest“, hält Plant fest. Weiterhin führt er aus: „Ich lebe immer noch in der Gegend, aus der wir beide stammen, also ist er […] ziemlich viel bei mir.“

Alleinstellungsmerkmal: John Bonhams Gefühl

Bonhams Können suche außerdem immer noch seinesgleichen: „Sein Beitrag zur Welt des Rhythmus und des Trommelns hat all die anderen Spieler übertroffen, weil er […] gab dem Ganzen so viel Klasse, so viel Gefühl, dass es uns wirklich eine Abtrennung zwischen Led Zeppelin und vielen anderen [Bands] brachte, die es zu dieser Zeit gab.“

Auf das besondere Gespür von dem Drummer, der weltweit zu den einflussreichsten der Geschichte des Rock gehört, sagte er zudem: „Sein Gefühl war alles. Wir gingen eines Abends zum Burning Spear auf der South Side von Chicago, um Bobby ‚Blue‘ Bland und sein Orchester in diesem angesagten schwarzen Club spielen zu sehen, und wir kamen dort an, und John stand auf und spielte „Further on Up the Road“ und „Turn on Your Love Light“ und solche Sachen, und alle Musiker beugten sich nur vor zu ihm, weil er ein solches Gefühl hatte.“

John Bonham ist allgegenwärtig

Robert Plant stellt sich heute noch Bonham gerne ganz lebendig vor: „Ich bin mir sicher, dass er metaphorisch gesehen irgendwo vor einer Kneipe steht und einen Witz macht.“