Highlight: Michael Stipes erstes Interview nach der Trennung von R.E.M.

ROLLING STONE präsentiert: Filthy Friends live 2019

Manche Rockmusiker haben keine Lust, das (schleichende) Ende ihrer Band zu akzeptieren und gehen auf eine Reunion-Tour nach der nächsten. Andere ziehen sich nach ein paar Dutzend Welttourneen im Scheinwerferlicht ganz in sich zurück und suchen nach einer Möglichkeit, ein neues, möglicherweise altersweises Spätwerke zu schöpfen. Wieder andere hängen ihr Instrument ganz an den Nagel und werden Roman-Autor oder Blumenzüchter.

Auch die Mitglieder von R.E.M. taten sich schwer mit den Gedanken an ein Danach und ließen sich viel Zeit mit dem erklärten Ende. Und doch beschritt ihr Gitarrist Peter Buck, nachdem das Aus einmal beschlossen war, seinen ganz eigenen Weg. Er tat etwas sehr Seltenes und dabei eigentlich so Naheliegendes: Er suchte sich eine Handvoll Gleichgesinnte, Musiker mit einer ähnlichen Laufbahn, und gründete mit ihnen eine neue Supergroup, deren Ziel darin besteht, dass jeder Musiker vor allem das machen kann und darf, was in den anderen Bands davor nie möglich war.

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Auf diese Weise entstanden 2014 die Filthy Friends, eine Art Kunst- und Musikprojekt für abgeklärte Rock-Senioren. Neben Buck und der zweiten Band-Spitze, der ehemaligen Sleater-Kinney-Frontfrau Corin Tucker, fanden sich in Portland schon bei den ersten Proben ehemalige Musiker von King Crimson, The Minus 5, Ministry, Nirvana, den Fastbacks und vielen weiteren ein. Manche blieben, andere gingen wieder. Während es zunächst nur darum ging, David-Bowie-Songs zu zelebrieren, gab es mit „Despierta“ auch ein politisches Ausrufezeichen. Das Stück ist ein Aufruf zum politischen Boykott von Donald Trump und seiner Politik.

Kooperation

Das Debütalbum „Invitation“ wurde 2017 ein echter Hit, überzeugte mit Roxy-Music-Parodien genauso wie mit humorlosen Gitarren-Gniedeleien.  Entsprechend groß ist die Vorfreude auf das für den 3. Mai angekündigte zweite Album „Emerald Valley“. Anschließend sind die Filthy Friends auf Tour. Ein Gig führt sie sogar nach Berlin. Präsentiert von ROLLING STONE.

Filthy Friends live 2019

  • 27.05. Berlin, Festsaal Kreuzberg


R.E.M. lassen Donald Trumps „Everybody Hurts“ auf Twitter löschen

Nachdem US-Präsident Donald Trump den „nationalen Notstand“ wegen angeblicher Bedrohungen an der südlichen Grenze ausgerufen hatte, postete er Sticheleien gegen seine politischen Gegner traditionell auf Twitter. Im Video waren Auszüge aus seiner aktuellen Rede zur Lage der Nation mit Clips von vermeintlich verzweifelt aussehenden Demokraten wie Nancy Pelosi, Alexandria Ocasio-Cortez und Bernie Sanders zu sehen. Die Szenen wurden vom R.E.M.-Song „Everybody Hurts“ unterlegt. Die Mitglieder von R.E.M. antworteten, in Anspielung auf ihren eigenen Song, per Twitter: „World Leader PRETEND!!!!!!! Kongress, Medien – Geist dieses Fälschers. Love, R.E.M.“ Bassist Mike Mills fügte noch hinzu: „So wird das Meme fair genutzt. Ich…
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