Sie sind wieder da: Böhmermann und Schulz moderieren ESC für FM4

Die Komiker bitten zur zweiten ESC-Runde.

Nach dem Erfolg vom letzten Jahr heißt es nun: Zweite Runde für Jan Böhmermann und Olli Schulz in Österreich. Die beiden Komiker werden erneut als Moderatoren für den FM4-Song Contest verpflichtet. Das vermeldete der ORF. Im vergangenen Jahr hatten sie ihre Premiere in Liverpool für FM4. Der 68. Eurovision Song Contest findet vom 7. bis 11. Mai 2024 in Malmö, Schweden, statt. Im letzten Jahr hatte  Loreen das Wettbewerbssingen in Liverpool gewonnen.

Ihren Job fürs ESC-Radio haben Böhmermann und Schulz wohl auch deshalb bekommen, weil sie in ihrem Podcast „Fest & Flauschig“ mehrfach ihre Begeisterung für den Song Contest geäußert und sich selbst als Moderatoren vorgeschlagen haben. Nun ist es wieder soweit.

Böhmermann und Schulz hören

Ihre Moderation ist sowohl auf FM4 als auch im Videostream auf fm4.ORF.at zu hören. Barbara Schöneberger wiederum wird um 20:15 Uhr in einer Koproduktion von ARD, ORF und Schweizer Fernsehen SRF 1 durch die Sendung „ESC – der Countdown“ führen. Die „ESC – Aftershow“ wird nach dem großen Finale gegen 1 Uhr ebenfalls in ARD, ORF 1 und SRF 1 ausgestrahlt.

Böhmermann aktuell:

Nachdem Jan Böhmermann Klage gegen den Imker Rico Heinzig eingereicht hatte, urteilte das Landesgericht Dresden im Januar zugunsten des Imkers. Das ließ der TV-Satiriker jedoch nicht auf sich sitzen und legte einen Tag vor Ablauf der Frist Berufung ein. Nun wurde er für den 11. Juni um 15 Uhr persönlich vor das Oberlandesgericht geladen.

Böhmermann und Beewashing: Was ist passiert?

Heinzig wurde, ohne seine Erlaubnis zu erteilen, in Böhmermanns Sendung „ZDF Magazin Royale“ in einem Beitrag über Firmen gezeigt, die Beewashing als eine Form des Greenwashings betreiben würden. Der TV-Moderator unterstellte Heinzig damit indirekt Geldmacherei unter dem Deckmantel des Artenschutzes. Als Reaktion brachte der Imker anschließend einen Beewashing-Honig heraus und warb dafür in einem Dresdner Supermarkt inklusive eines Fotos von Böhmermann.

Böhmermanns Anwälte wollten daraufhin dem Bienenzüchter diese Art von Vertrieb und Werbung für den Honig verbieten. Im ersten Prozess wurde die Forderung auf Unterlassung allerdings zurückgewiesen, woraufhin Böhmermann Berufung einlegte und jetzt vor Gericht geladen wurde. „Das persönliche Erscheinen der Parteien ist angeordnet“, sagte Gerichtssprecherin Maike Schaaf gegenüber „Bild“.

Imker will „Blaupause für andere liefern“

Der Imker startete eine Spendenaktion, um sich die Gerichts- und Anwaltskosten leisten zu können und konnte so schon mehr als 72.000 Euro sammeln. „Ich will eine Blaupause für andere liefern und zeigen: Man kann sich gegen ein großes Team zur Wehr setzen, auch mit anderen Mitteln als Klagen, wenn man öffentlich niedergemacht wird“, erklärte Heinzig im März „MDR Sachsen“.

Im Podcast „Freiheit deluxe“ vom 7. März sagte Jan Böhmermann über seine Klage gegen den Bienenzüchter: „Bei dieser Honig-Geschichte treffen einfach zwei Satiriker aufeinander. Ich finde es spannend, herauszufinden, ob das eine neue Form von Satire ist, dass, wenn mir etwas nicht gefällt, ich dann quasi Persönlichkeitsrechte von Leuten verletzen kann und damit Produkte verkaufen kann. Ich würde das gern für mich wissen. Dann spare ich mir die ganze Arbeit mit der Sendung und werde anderweitig reich.“

 

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