Sting: Corona-Ausbruch stoppt Tour in Deutschland


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Am Sonntag (27. März) überraschte Sting das Publikum seines Musicals „Last Ship“ in Lübeck. Nach der offiziellen Aufführung enterte der Meister höchstpersönlich die Bühne und sagte den Titel „Russians“ an: „Ich werde nun ein Lied singen, das ich 1984 während des Kalten Krieges geschrieben habe. Quasi ein historisches Dokument und ich hätte nie gedacht, dass es jemals wieder relevant sein würde.“

Es war ein sehr spezieller Auftakt zu seiner Tour in Deutschland und dem benachbarten Ausland. Denn eigentlich sollte er am selben Abend „My Songs“ in Leipzig präsentieren. Stattdessen der spontane Besuch an der Küste. Die ersten Tour-Termine mussten verschoben werden. Grund: Corona-Erkrankungen im Live-Team des 70-Jährigen.

Sting-Konzerte sollen nachgeholt werden

Auf Instagram wurde kurzzeitig verkündet, dass seine Konzerte in Leipzig, Luxemburg, Hamburg und im französischen Dijon nicht stattfinden können. Man bemühe sich um baldige Ausweichtermine.

Fans werden gebeten, ihre Tickets bis zu neuen Informationen aufzubewahren. „Wir bedauern die Unannehmlichkeiten. Andere Showtermine sind derzeit nicht betroffen“, heißt es in der Mitteilung. Stings kommende Deutschland-Konzerte am 11. April in Oberhausen und am 13. April in Köln sollen demnach stattfinden.

Corona hat weiter starken Einfluss aufs Tour-Geschäft

Die kurzfristige Absage der Sting-Gigs wirft ein Schlaglicht auf die weiterhin fragile Lage im Live-Geschehen. „Wir sind noch längst nicht über den Berg“, lautete eine Botschaft der letzten Focus Session des Reeperbahn Festivals, die sich mit dem aktuellen Konzertgeschehen beschäftigte.

Auch wenn manche Tournee bereits wieder mehr oder minder regulär läuft, ist die Situation in den Clubs vielfach noch angespannt. Kurzfristige Ausfälle, Personal- und Technikermangel und eine zögerliche Rückkehr des Publikums bedeuten für die Szene, dass die Pandemie noch längst nicht beendet ist.