„The Power Of The Dog“-Regisseurin Jane Campion rechnet mit Sam Elliott ab


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Die neuseeländische Regisseurin Jane Campion musste zuletzt für ihre Arbeit am Western-Film „The Power Of The Dog“ hart einstecken.  Gefragt nach ihrer Meinung zu Sam Elliotts negativen Kommentaren zum Film, äußerte sie sich nun unmissverständlich: „Es tut mir leid, ich denke er hat sich wie eine B-I-T-C-H verhalten.“

Elliott nennt den Film ein „Stück Scheiße“

Elliott, bekannt durch „The Big Lebowski“, aber auch durch Rollen in zahlreichen Cowboy-Filmen, beklagte sich im Podcast „WTF with Marc Maron“ über den Film und nannte ihn ein „Stück Scheiße“. Ihn würden die Cowboys ohne Shirts an die Striptease-Tänzer „Chippendales“ erinnern, der Film brächte alles in allem zu viele „homosexuelle Anspielungen“.

Der 77-jährige Schauspieler erklärte zwar, die vorangegangenen Arbeiten von Campion zu bewundern, mit dieser Produktion aber nicht einverstanden zu sein: „Was weiß diese Frau von da unten schon über amerikanische Legenden?“ Ebenfalls beschwerte er sich über die Tatsache, dass der Film in Neuseeland gedreht wurde.

Campion: „Davon halte ich nichts“

Während sich Elliott kritisch gegenüber Campion und ihrem Western-Streifen äußerte, erhielt die 67-Jährige bei den Directors Guild Awards 2022 den Hauptpreis für ihre Regie-Leistung.

Auf dem roten Teppich bei der Preisverleihung nach ihrer Meinung zu Elliotts Äußerungen gefragt, rang Campion kurz mit sich, bevor sie die fünf Buchstaben nannte und daraufhin sagte: „Es tut mir leid, er ist kein Cowboy, sondern ein Schauspieler“.

Außerdem empfinde sie Elliotts Äußerungen als „sexistisch“ und verweist auf andere Western-Filme, die ebenfalls außerhalb der USA gedreht wurden und trotzdem „hervorragend“ seien. Zuletzt positioniert sie sich: „Ich sehe mich als Creator. Und ich denke er sieht mich nur als eine Frau oder etwas Niedrigeres und davon halte ich nichts.“

Campions Western war bereits bei den Golden Globe Awards 2022 mit drei Preisen ausgezeichnet worden und auch für die kommenden Oscars wurde er zwölffach nominiert.