The Regrettes: Sängerin Lydia Night wirft Joey Armstrong sexuellen Missbrauch vor


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Lydia Night von der kalifornischen Punkrock-Band The Regrettes hat Missbrauchsvorwürfe gegen SWMRS-Schlagzeuger Joey Armstrong erhoben. Er ist der Sohn des Green-Day-Frontmanns Billie Joe Armstrong. Die 19-Jährige unterstellt dem Musiker, sie in einer früheren Beziehung sexuell sowie emotional missbraucht zu haben. Night soll damals 16 und er 22 Jahre alt gewesen sein.

Am Montag (20. Juli) teilte die Sängerin und Gitarristin eine lange Erklärung auf Instagram. Darin schilderte sie ausführlich, wie sie die Beziehung zu Armstrong damals erlebt habe. Sie schrieb: „Aufgrund unseres Altersunterschieds bat mich Joey ständig, unsere Beziehung so versteckt wie möglich zu halten.“

Lydia Night offenbarte sich nach einem Tweet von SWMRS

Sie erklärte weiter, dass er sie immer hin hielt und erst über eine ernsthaftere Beziehung sprechen wollte, sobald sie 18 sei. Darüber hinaus erläuterte sie: „Wir hatten mehrere Gespräche, in denen er so etwas sagte wie: ‚Ich möchte mich nach deinem Tempo richten‘. Und: ‚Ich möchte erst Sex mit dir haben, wenn du 18 bist‘ –  aber dann handelte er völlig widersprüchlich und drängte mich in sexuelle Situationen.“

„Jedes Mal, wenn wir sexuell einen Schritt weitergingen, kam es dazu, weil er es wollte und er es deutlich machte, indem er entweder meine Hand auf seinen Schritt legte und mich beschämte, manipulierte oder ignorierte, wenn ich sagte, dass ich mich nicht wohl fühlte,“ so die Musikerin.

Lesen Sie hier das komplette Statement von Lydia Night

Nach einem Jahr beendete die damals 17-Jährige die Beziehung zu Armstrong. Doch danach tourten The Regrettes noch mit SWMRS und wurden aus ihrer Sicht „wie Fremde von einer Band behandelt, die ich zuvor als eine meiner engsten Freunde angesehen hatte.“

Night entschied sich, ihre Version der Geschichte zu teilen, nachdem SWMRS ein „unglaublich scheinheiliges Statement“ auf Twitter geteilt hatten, in der sie „sich selbst als bewusste Feministen“ präsentierten. Dieser Tweet hätte sie nicht nur „als Opfer provoziert, sondern sei völliger Schwachsinn, auf den aufmerksam gemacht werden muss.“