„The Tour Of Life“: Kate Bush beginnt 1979 ihre erste Tournee

24 Auftritte führten sie von April bis Mai durch Europa, darunter auch für sechs Gigs nach Deutschland. Erst 2014 würde die Sängerin wieder regelmäßig auftreten.

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„The Tour Of Life“: Kate Bush beginnt 1979 ihre erste Tournee

„The Tour Of Life“ hieß die Tournee, mit der die 21-jährige Kate Bush ihre ersten beiden Alben, „The Kick Inside“ und „Lionheart“, vorstellte, und die am 3. April im Empire Theatre von Liverpool begann. 24 Auftritte führten sie von April bis Mai durch Europa, darunter auch für sechs Gigs nach Deutschland. Die Tour erhielt begeisterte Kritiken, weil Bush darin nicht nur Songs präsentierte, sondern auch ihr Faible für Zaubertricks, Theater und Pantomime ausleben konnte.

Begleitet wurde sie neben ihrer Band von zwei Tänzern und ihrem Bruder John, der in Bushs Pausen Gedichte vortrug. Sie selbst wechselte zwischen verschiedenen Kostümen, spielte mit ägyptischer Mythologie ebenso wie mit Wilder-Westen-Kostümen und Outfits, die an Außerirdische erinnern sollten.

Bill Duffield

Über die Gründe, warum Kate Bush über einen Zeitraum von 35 Jahren (2014 gab’s das Comeback mit „Before The Dawn“, mit Gigs nur in London) nur diese eine Tour absolviert hat, gab es viele Spekulationen. Sie selbst äußerte sich vage. Am häufigsten wurden als Ursache die Arbeitsbelastung genannt sowie der Tod eines 21-Jährigen Lichttechnikers während ihres Auftritts. Dem verstorbenen Bill Duffield widmete sie die später veröffentlichten Songs „Blow Away“ und „Moments Of Pleasure“.

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Klassische „Tour Of Life“-Setlist:

Moving
The Saxophone Song
Room for the Life
Them Heavy People
The Man with the Child in His Eyes
Egypt
L’amour Looks Something Like You
Violin
Intro: John Carder Bush reading poem
In the Warm Room
Strange Phenomena
Hammer Horror
Kashka from Baghdad
Intro: Kate leading chant
Don’t Push Your Foot on the Heartbrake
Wow
Coffee Homeground
In Search of Peter Pan
Intro: John Carder Bush reading poem
Symphony in Blue
Feel It
Kite
James and the Cold Gun
Oh England My Lionheart

Zugabe:

Wuthering Heights

Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Kate Bush – „50 Words For Snow“

Gute Kritiken, mäßige Verkäufe. Kate Bushs bis heute letztes Werk ließ sich schwer vermarkten: Zur Weihnachtszeit veröffentlicht, aber keine Weihnachtsplatte.

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Zwar küsst Kate Bush auf dem Cover von „50 Words for Snow“ einen lebenden Schneemann mit Schal, als würde es sich hier um ein Kinderbuch handeln, und der Albumtitel romantisiert die falsche Annahme, das Vokabular der Inuit umfasse 50 Wörter für Schnee, was Bush durch den vermeintlich dazugehörigen Fantasiebegriff „Spangladash“ be­kräftigte.

Kate Bushs Geisterbeschwörung

„50 Words For Snow“ ist aber vor allem eine Geisterbeschwörung. In fast allen Songs geht es um Heimsuchung durch Liebste aus dem Jenseits. Kate Bush sang kaum noch, sie flüsterte somnambul, so als wäre sie gerade erst aufgeweckt worden und be­fände sich mit dem Kopf noch in einer Traumwelt.

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Steve Gadd und Danny Thompson klopfen sacht den Rhythmus dazu. Diese sieben Kammerpop­-Lieder von „50 Words for Snow“ – oder sollte man besser sagen: ­Meditationen? – erstrecken sich über 65 Minuten, und zumindest der elfminütige Geisterblues „Lake Tahoe“ ist mittler­weile in ihren Kanon eingegangen.

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