„The Voice of Germany“: Begeisterungsstürme für Zeynep


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Das Erfolgsrezept von „The Voice of Germany“ bleibt unverändert: Eine Jury, deren Mitglieder allesamt im deutschen Mainstream-Pop zu verorten sind, trifft gut gelaunt und mit ein bisschen Konkurrenzlust aufeinander.

Deutschland sucht wieder mal die vermeintliche Stimme aller Stimmen — und für die Juror*innen gilt es, den vielversprechendsten Schützling unter die Fittiche zu nehmen (bzw. diesen dafür zu umwerben) und ihn mit etwas Glück und Publikumshilfe zum Sieger zu machen.

Dafür ruft man zunächst mal die Blind Auditions aus. Das bedeutet: Wegschauen, zuhören und buzzern… oder eben nicht. Richtig böse Abfuhren gibt’s hier keine, man ist ja nicht bei Dieter Bohlen. Wenn’s mal doch mal zu sehr  hapert mit dem Gesang oder der Performance, dann wird das kurz, bestimmt und relativ schmerzlos abgefrühstückt, vielleicht noch mit einem Tipp, wie die hohen Töne besser sitzen. Kommt vor, wird aber nicht so breitgetreten wie bei anderen Formaten. Und es gibt ja immer noch die Comeback Stage, bei der Elif zweite Chancen vergibt.

Die Jury

Der dienstälteste Juror ist der omnipräsente Mark Forster, auch Nico Santos urteilte bereits für „The Voice Of Germany“ über Kandidat*innen. Neu dazugekommen sind Sarah Connor und Johannes Oerding. Komplettiert wird die Runde von Elif.

Das waren die Kandidat*innen der ersten Folge von Staffel 11

  • Jennifer (63, Bruckmühl i. Bayern)
  • Nico (27, Köln), Dan (27, Berlin)
  • Zeynep (38, Berlin)
  • Janine (21, Lohr)
  • Archippe (21, Kiel)
  • Andy (33, Hermeskeil)
  • Laura & Sophie (23 & 26, Paderborn)
  • Peter (31, Krefeld)
  • Salomé (23, Berlin)
  • Katarina (21, Pfungstadt)

Diese Kandidat*innen bleiben in Erinnerung

Für Begeisterungsstürme sorgte Kandidatin Zeynep. Die 38-Jährige macht seit vielen Jahren Musik und ist in der türkischen Popszene in Berlin aktiv. Für ihren Auftritt bei „The Voice of Germany“ hat sie sich auch einen türkischen Song ausgesucht — der bei der Jury voll in Schwarze trifft. Alle haben Gänsehaut, das wird mehrfach betont. Jeder würde sie gerne unter die Fittiche nehmen, am liebsten würde Oerding — der dann von ihr tatsächlich als ihr Coach auserkoren wird.

Auch der 21-jährige Kieler Archippe war mit seinem Beitrag Jury-Favorit. Besonders Sarah Connor zeigte sich von ihm begeistert — und stürmte sogar auf die Bühne, um kurz gemeinsam mit ihm zu singen. Am Ende ließ er sie dann doch noch etwas zittern, ehe er sich dann aber doch für noch sie entschied.

In Erinnerung blieb Jennifer, die mit 63 Jahren mit Abstand die älteste Teilnehmerin war.

Kandidatin Katarina Mihaljević lieferte gesanglich ohne Zweifel die beste Leistung ab. Oerding sprach sogar von stimmlicher Perfektion — Nico Santos war so beeindruckt, dass er sie mit einem Duett auf seine Seite ziehen wollte. Sie entschied sich trotzdem für Sarah Connor.

Kandidat Peter, der vom Outfit her Oerdings Zwilling sein könnte, ist laut Mark Forster „das, auf das ich mein ganzes Leben lang gewartet habe“. Dabei macht er an diesem Abend gar keinen Konsens-Pop, sondern Sea Shanties. Forster gefällt es – und er beansprucht ihn gleich für sein Team.

Wer war am besten?

Katharina dürfte es ziemlich sicher ins Finale schaffen, Zeynep eventuell auch.

Fazit:

Folge eins war solide, aber nicht unbedingt Großes versprechend.