Till Lindemann hat nach Fisch-Würfen Stress mit PETA – „keine toten Tiere auf der Bühne!“


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Die Lindemann-Shows kommen, wie zu erwarten war, natürlich nicht ohne gehörige Provokationen aus. Darauf deuteten ja schon die expliziten Musikvideos hin, die in unzensierter Version auch auf den Leinwänden in den Hallen zu sehen sind (und ganz nebenbei auch unangenehme Folgen für die darin zu sehenden Darstellerinnen haben). Doch Till Lindemann sorgt mit einer ganz anderen Aktion für Ekel und Empörung nicht nur im Publikum.

Während des Songs „Fish On“, der 2015 auf dem Debütalbum „Skills In Pills“ erschien, hängt sich der Sänger ein Art Bauchladen um, hackt tote Fische klein und wirft mit diesen um sich. Wer zunächst dachte, dass es sich dabei wahrscheinlich um Attrappen handelte, musste schon bald feststellen, dass der Sänger es ernst meinte und tatsächlich zerhackstückelten Fisch ins Publikum schleudert.

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Das ruft nun die Tierschutzorganisation PETA auf den Plan. In einem Statement von Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA, heißt es: „Wir von PETA haben vollstes Verständnis für Provokationen. Wenn jedoch fühlende Lebewesen dafür leiden und sterben müssen, hat unser Verständnis ganz klar ein Ende. Wir denken, dass Till Lindemann kreativ genug ist, in Zukunft ohne Tierleid eine spektakuläre Bühnenshow zu inszenieren.”


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Keiner würde Katzen zerstückeln, warum also Fische?

In der offiziellen Pressemitteilung heißt es zur Begründung für die kritische Stellungnahme weiter: „Ein solcher Umgang mit fühlenden Wirbeltieren ist extrem respektlos. Sicher würden Sie keine Katzen oder Hühner oder andere Wirbeltiere zerstückeln und ins Publikum werfen, warum dann Fische?“ Schließlich fordert PETA Lindemann dazu auf, diese Aktion sofort einzustellen.

Ob sich der Sänger, der zuletzt mit Bruce Dickinson gesichtet wurde (und den Iron-Maiden-Sänger sofort für sein „Kunst“-Imperium einspannte), dafür interessiert, was PETA so zu sagen hat, bleibt aber abzuwarten. Schon vor einigen Jahren brüskierte er PETA-Aktivisten mit der Aussage, Pelze seien einfach sexy. „Also Frauen in Pelzen – doppelt.“