TV-Tipp: „Lynyrd Skynyrd – If I Leave Here Tomorrow“ heute auf Arte


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Fast jeder kennt die Songs „Sweet Home Alabama“ und „Free Bird“, die Lynyrd Skynyrd in den 1970er-Jahren weltweit Ruhm und Bekanntheit einbrachten. Die Band gilt als Begründer des „Southern Rock“; sie steht für Lokalpatriotismus, Ur-Americana und einer cowboyesken Ästhetik, die später von Künstler*innen wie Kid Rock weitergeführt werden sollte. Was jedoch kaum einer weiß: Lynyrd Skynyrd bereuten es lange Zeit, vor der Südstaaten-Flagge aufgetreten zu sein – wird diese doch häufig als Zeichen für Nationalismus und Rassismus aufgefasst. Informationen wie diese machen die Dokumentation „Lynyrd Skynyrd – If I Leave Tomorrow“, die heute um 21:45 Uhr auf Arte läuft, zu mehr als nur einem Fan-Service.

Anschauen: „Lynyrd Skynyrd – If I Leave Tomorrow“ – am 30. Oktober um 21:45 Uhr auf Arte

Regisseur Stephen Kijak drehte bereits Filme über die Rolling Stones, Scott Walker und Jaco Pastorius. In dieser Dokumentation befasst sich der amerikanische Filmemacher jedoch mit der Entstehungsgeschichte von Lynyrd Skynyrd, die in dem Film fast chronologisch erzählt wird. So erläutert Kijak die Aufstiegsgeschichte einer Band, die zu Beginn ihrer Karriere noch in einer Hütte am Rande eines Sumpfes probte, damit Frontmann Ronnie Van Zant gemütlich angeln gehen konnte. Erst, als die Gruppe dem Labelchef Al Kooper ihre Komposition zu „Sweet Home Alabama“ vorspielten, kam der große Durchbruch. Es folgte eine Tournee als Vorband von The Who, die Platte „Pronounced Leh-Nerd Skin-Nerd“ mit ihrem frühen Hit „Free Bird“ – und schon konnten Lynyrd Skynyrd selbst ganze Arenen füllen.

Neben der Bandgeschichte liegt der größte Fokus der Doku „Lynyrd Skynyrd – If I Leave Tomorrow“ jedoch auf dem Leben des Songwriters und Frontmannes Ronnie Van Sant. Kijak erzählt von dessen Kindheit in Florida, dem Erfolg und dessen Einfluss auf die Bandmitglieder, sowie von dem tragischen Flugzeugabsturz im Jahr 1977, bei dem nicht nur Van Sant, sondern auch Bandkollege Steve Gains, dessen Schwester Cassie Gaines und der Bandmanager Dean Kilpatrick ums Leben kamen. Die Dokumentation läuft am Freitag, den 30. Oktober 2020 um 21:45 Uhr auf Arte.


Peter Jacksons Beatles-Dokumentation macht Paul McCartney sentimental

Paul McCartney feiert die Dokumentation des „Herr der Ringe“-Regisseurs Peter Jackson, „Get Back“, als ein authentisches Porträt der Beatles in ihren letzten gemeinsamen Jahren. In einem Interview mit BBC6 Music erklärt McCartney, dass ihm schon nach ein paar gezeigten Ausschnitten klar wurde: „I love it!“ Gleichzeitig räumt er ein, Jackson zu Beginn gefragt zu haben, warum er sich die Mühe überhaupt machen wolle. „Get Back“ thematisiert die Entstehungsgeschichte des finalen Album „Let It Be“ aus den 70er Jahren. Das Album sollte das populäre Narrativ, die Band habe nur noch mit Streitigkeiten zu kämpfen, überschreiben. Original-Material dieser Zeit hatte schon Regisseur…
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