Virtuelle ABBA-Residenz in Las Vegas: die Verhandlungen laufen


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Mit der Show „ABBA Voyage“ wird die schwedische Popgruppe ABBA ab Mai 2022 beinahe täglich in London auf der Bühne stehen – oder, besser gesagt, ihre als lebensecht angekündigten Abbilder. Die Bandmitglieder Agnetha Fältskog, Anni-Frid Lyngstad, Björn Ulvaeus und Benny Andersson werden als Hologram-Avatare zu sehen sein, als sogenannte „Abbatare“. Begleitet werden sie von Live-Musiker*innen. Es werden die ersten Konzerte der Schweden nach vierzig Jahren Bandpause sein, wenn auch virtuell. Der Ticketverkauf hat bereits im September begonnen.

Im Anschluss an die Shows in London ist Berichten zufolge eine Konzert-Residenz in Las Vegas geplant. Die drei Hotels MGM Resorts, Caesars Palace und Resorts World haben bereits ihr Interesse daran bekundet. Im Moment laufen Verhandlungen zwischen den genannten Hotels und den Konzertveranstalter*innen von ABBA. Dabei erhoffen sich die Schweden angeblich einen Erlös von rund einer Milliarde britischer Pfund. Ein möglicher Start der Vegas-Show könnte im Jahr 2024 sein. Genau fünfzig Jahre nach dem Sieg von ABBA beim Eurovision Song Contest mit ihrem Hit „Waterloo“.

Die Chance ABBA nochmals in Fleisch und Blut live zu sehen ist allerdings sehr gering. So erinnert Andersson in einem Interview mit dem „Guardian“ an einen der letzten TV-Auftritte der Band im Jahr 1982: „Ich habe (damals) selbst nie gesagt, dass ABBA nie wieder passieren würde. Aber ich kann Ihnen jetzt sagen: Das war es“.