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Xavier Naidoo zitiert absurde Theorie: Vatikan habe Antifa gegründet


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Um Faschisten ranken sich bekanntermaßen viele Theorien. Und auch Faschisten feuern gerne mal zurück, indem sie über ihre Gegner Theorien verbreiten. Solch eine Theorie der Faschisten hat nun Xavier Naidoo über Telegram weitergeteilt.

Der ehemalige „Sohn Mannheims“ war zuletzt in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt, da er neben rechtspopulistischen Bemerkungen immer wieder merkwürdige Verschwörungstheorien teilte. Seine neuste Theorie richtet sich nun gegen die Antifaschistische Aktion, kurz Antifa.

Vatikan habe Antifa gegründet

Naidoo ist allem Anschein nach davon überzeugt, dass der Vatikan die Antifa gegründet habe, um mit der Organisation die Einheit Deutschlands zu bedrohen. Der Beweis? Die Flaggen auf dem Antifa-Emblem sind in den Farben schwarz und rot gehalten. Laut Naidoos Theorie beziehe sich das Schwarz auf die schwarze Priesterkleidung und die Ordenstracht der Jesuiten. Eigentlich stehe die schwarze Fahne für die „Schwarze Internationale“, symbolisch für den „universellen Katholizismus.“ Eine kurze Google-Recherche über den Ursprung des Antifa-Zeichens hätte Naidoo die wirren Gedanken ersparen können: Als das Logo im Jahr 1932 erstmals zustande kam, waren beide Flaggen rot, die untere Fahne wurde erst in den 1980er-Jahren in schwarz gemalt, um den autonomen Anarchismus zu symbolisieren.

Weshalb der Vatikan Deutschland bedrohen möchte, verrät Naidoo nicht. Die Theorie wurde erstmals von einem Pseudonym namens „Daniel Prinz“ verbreitet. Der anonyme Autor veröffentlichte unter dem Fantasienamen bereits mehrere Verschwörungsbücher in einem einschlägigen Verlag.

Der Großteil der Bevölkerung nimmt Naidoos wirre Verschwörungstheorien nicht ganz so positiv auf wie er selbst: Erst kürzlich machten sich Politiker dafür stark, Naidoos geplantes Berlin-Konzert abzusagen, für sein Mannheim-Konzert forderten 32.000 Menschen per Petitionsunterschriften ebenfalls eine Absage.


Xavier Naidoo: Konzert in Rostock soll endgültig verboten werden

In diesem Jahr ist eigentlich die Fortsetzung von Xavier Naidoos Tour „Hin und Weg“ geplant. Städte wie Regensburg, Berlin, Rostock, Mannheim und Mönchengladbach stehen auf dem Plan. Doch Politiker*innen wehren sich seit letztem Jahr offiziell gegen die Auftritte des Musikers, Stichwort Auftrittsverbot. Anscheinend könnte Antrag in Rostock erfolgreich sein. Xavier Naidoo glaubt an Echsenmenschen, Kinderbluttrinker und Attila Hildmann Die Mächtigen tränken Kinderblut („Adrenochrom“), die Erde sei flach und Echsenmenschen seien unter uns: Der einstige Erfolgsmusiker Xavier Naidoo erschien mit zahlreichen Internet-Videos immer abgedrehter. Er verbreitete zudem Verschwörungstheorien (Stichwort: „QAnon“), lobte einen Reichsbürger und weinte wegen Gruppierungen, die Kinderblut trinken sollen.…
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