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Xavier Naidoo: Protest gegen Konzert in Spandau


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Die wirren Verschwörungstheorien des Naidoo:

Xavier Naidoo sorgte in den vergangenen Jahren mit Verschwörungstheorien und rechtspopulistischen Äußerungen für Aufmerksamkeit – und bekommt die Auswirkungen seiner wirren Theorien in immer mehr Städten zu spüren. Nun auch in Berlin.

Der Sänger hat die Zitadelle Spandau bereits für ein Konzert nächstes Jahr gebucht, nachdem seine diesjährige geplante Sommer-Tour auf Grund der Corona-Pandemie verschoben werden musste.

Kritische Stimmen

„Ich glaub, ich seh‘ nicht richtig“, empörte sich Maik Häring, Fraktionsgeschäftsführer der SPD in Spandau, auf Twitter. „Dieser durchgeknallte, homophobe, antisemitische Verschwörungsideologe hat auf der Zitadelle nichts zu suchen! Hoffe die Verantwortlichen in Spandau werden diesem Verrückten keine Bühne bieten.“

Doch nicht nur die SPD äußert Kritik an Naidoos geplantem Auftritt, auch von Seiten anderer Parteien werden Vorwürfe laut. Helin Evrim Sommer, die Bundestagsabgeordnete der Linken, tut ihrem Unmut ebenfalls auf Twitter kund: „In meinem Wahlkreis Spandau Berlin soll der Träger des goldenen Aluhuts Xavier Naidoo in der Zitadelle auftreten. Antisemitischen ‚Künstlern‘ im Verschwörungswahn mit Reichsbürger-Hymnen wie „Marionetten“ sollte keine Bühne geboten werden!“

Die Politiker sind längst nicht die Einzigen, die ein Auftreten des ehemaligen „Sohn Mannheims“ verhindern wollen. So wurde erst kürzlich eine Petition veröffentlicht, in der 32.000 Gegner den Auftritt des 47-Jährigen in Mannheim verhindern wollen.


Xavier Naidoo: Konzert in Hof ohne Ersatztermin gestrichen

Eigentlich wollte Xavier Naidoo im bayerischen Ort Hof am 14. August ein Konzert geben, doch wie der Veranstalter am Montag (3. August) in einem Facebook-Post erklärte, werde es nun entfallen. Auch einen Nachholtermin soll es nicht geben – einen konkreten Grund nannte der Veranstalter nicht. Zuvor war das Konzert bereits aufgrund der Corona-Krise ausgefallen, die Großveranstaltungen ausschließt. Nach Angaben des Veranstalters soll wochenlang versucht worden sein das Konzert zu einem späteren Zeitpunk stattfinden zu lassen, doch dies ist offensichtlich nicht gelungen. In der Erklärung hieß es: „Eine Einigung über einen Nachholtermin konnte trotz intensiver Gespräche mit allen Beteiligten nicht gefunden…
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