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Flat Earth und Solidarität mit Hildmann: Xavier Naidoos wirre 24 Stunden auf Telegram


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Xavier Naidoo kommuniziert, genau wie Verschwörungstheoretiker und Vegan-Koch Attila Hildmann, in letzter Zeit vermehrt über den Nachrichtendienst Telegram. Am Samstag hatte der selbsternannte Rassist, sowie Klimawandel- und Corona-Leugner ein besonderes Mitteilungsbedürfnis. Im Minutentakt setzte er Nachricht nach Nachricht ab – und deckte dabei ein Themenspektrum von Flat-Earth-Theorien, „Hilfestellungen“ fürs Judentum, Weltverschwörungen und Politik im Allgemeinen ab. Spoiler-Alarm: Fans, die sich aufgrund seiner wirren Theorien von ihm abgewandt haben, wird er mit diesen Nachrichten wohl eher nicht zurückgewinnen.

Naidoo und die flache Erde

Kurz nach Mitternacht bekundete Naidoo zunächst, dass er die Erde nicht für einen Globus hält. Mit dieser Flat-Earther-Meinung hält er sich allem Anschein nach für einen missverstandenen Visionär und Propheten wie einst Galileo Galilei: „Vor 10 Jahren habe ich gesagt: Das Deutsche Reich braucht einen Friedensvertrag. Jetzt sage ich: Die Erde ist kein Globus. Die Wahrheit kommt nie so gut an. Kognitive Dissonanz. Ich habe Geduld“, schreibt der Sänger.

Die wirren Verschwörungstheorien des Naidoo:

Appell an „Juden der Welt“

Nur fünf Minuten später legte Naidoo nach. Diesmal hieß das Thema das Weltjudentum. „Jews of the World, don’t make the same mistakes as Angela Merkel. Know when the Gig is over“, schrieb er – und fügte ein Herz-Emoji hinzu. Ein paar geteilte Beiträge später war dann wieder die Scheibenerde das Thema – diesmal kombiniert mit Religion: „Christen die an einen Globus glauben, lesen am falschen Ende der Bibel“, so der ehemalige Sohn Mannheims, erneut mit Herzsymbol. Das Thema Judentum kam im Laufe des Tages weitere Male vor: „Juden sind nicht Juda/Judäer, trotzdem liebe ich Sie“, schrieb Naidoo etwa – und erläuterte später: „Ich habe meinem jüdischen Veranstalter, Marek Lieberberg vor 2 Jahren meine Meinung kundgetan, wir schätzen und respektieren uns immer noch. Die Juden sind nicht das Übel der Menschheit. Die Jesuiten sind es“.

Solidarität mit Attila Hildmann

Dass sich Naidoo solidarisch mit dem selbsternannten „Starkoch“ und Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann zeigt, ist mittlerweile bekannt. Deswegen war es auch keine Überraschung, dass er dessen ausführliches Posting teilte, in dem Hildmann offensichtlich erklärt, dass die Leute im Falle seines unerwarteten Ablebens von einem Mord an ihm ausgehen sollten. Und auch zur Politik äußerte sich Naidoo einmal mehr: „Nie wieder Parteien“, schrieb er. Angefügt: Ein Kotz-Emoji und der Hashtag „#OneLove“.


Xavier Naidoo: Einspruch gegen Auftrittsverbot in Rostock

Geht es nach Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen, soll Xavier Naidoo am 22. August 2021 nun doch in der Stadthalle Rostock auftreten dürfen. Madsen, der keiner Partei angehört, legte Einspruch gegen den Bescheid der Bürgerschaft ein  — das berichtet unter anderem „Der Spiegel“. Die Stadt teilte demnach am Mittwoch (2. Juni 2021) mit, dass sich Madsen den Bedenken der Stadtverwaltung gegenüber dem Auftrittsverbot anschließe. Die Begründung der Stadt — und was nun passiert Die Stadt Rostock erklärte, dass öffentliche Einrichtungen wie die Stadthalle „zur Wahrung des Gleichheitsgrundsatzes verpflichtet“ seien. Es sei nicht rechtens, Veranstalter oder Künstler aufgrund verschiedener politischer oder…
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