Zwei Frauen verklagen James Franco wegen sexueller Ausbeutung

Die Klage wurde am Donnerstag im Los Angeles County Superior Court eingereicht, wie die New York Times berichtet. Die Klägerinnen, Sara Tither-Kaplan und Toni Gaal, sagen, dass James Franco und seine Partner ein „weit verbreitetes unangemessenes und sexuell aufgeladenes Verhalten gegenüber weiblichen Schülern an den Tag legten und ihre Macht als Lehrer und Arbeitgeber ausnutzten“. In der Klage werden Franco, sein Geschäftspartner und ihre Produktionsfirma „Rabbit Bandini“ genannt.

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Franco eröffnete 2014 eine Film- und Schauspielschule namens Studio 4. Tither Kaplan und Gall besuchten beide die Schule in Los Angeles und nahmen am Masterprogramm teil, darunter ein Kurs über Sexfilmaufnahmen. Die Klage besagt, dass die Sexzenen der Klasse gefilmt wurden und erst später von Franco angesehen wurden, „um das Material zu prüfen“. „Auch wegen fehlendem Nacktschutz und anderen verletzten Richtlinien der Filmindustrie wurde geklagt“, so die New York Times.

„Franco entfernte bei Sex-Szenen den Intimschutz“

Die Vorwürfe sind nicht neu: Erstmals 2018 berichtete Thither Kaplan in einem Artikel in der „Los Angeles Times“ von einem Vorfall am Set von Francos Independent Film „The Long Home“. Sie sagte, dass sie und eine Handvoll Frauen ausgewählt wurden, um an einer Szene teilzunehmen, in der Franco simulierte, Oralsex an jeder von ihnen auszuführen. Weiter berichtet sie, dass der Oscar-Preisträger ohne ihre Zustimmung den durchsichtigen Plastikschutz entfernte, der die Intimzone bedeckte, und ohne Schutz weitersimulierte.

In einem anderen Fall wurden Tither-Kaplan und ihre Kolleginnen gebeten, nackt in einer Szene zu erscheinen, in der sie um Franco herum tanzen sollten, während sie Tiermasken tragen. Als eine Schauspielerin sich weigerte, soll Franco sie nach Hause geschickt haben.

Frauen wollen Sammelklage einreichen

Die „Studio 4“-Schule wurde im Herbst 2017 geschlossen. Thither-Kaplan und Gaal klagen auf Schadenersatz sowie die Rückgabe oder Vernichtung der Videoaufnahmen der Frauen. Darüber hinaus wollen die Frauen einen Sammelklage einreichen, damit andere mögliche Opfer sich beteiligen können.

Francos Anwalt Michael Plonsker reagierte auf die Klage mit einer Gegenklage: „Dies ist nicht das erste Mal, dass diese Behauptungen, die bereits widerlegt wurden, aufgestellt wurden. Wir hatten keine Gelegenheit, die schlecht informierte Beschwerde eingehend zu prüfen, da sie, bevor sie eingereicht wurde, schon an die Presse gelangt war.“ Weiter erklärte Plonsker: „James wird sich nicht nur voll und ganz verteidigen, sondern auch Schadensersatz von den Klägern und ihren Anwälten verlangen.“


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Das Kino ist immer noch ein Männer-Business. Die überwiegende Anzahl der Blockbuster in den letzten Jahren wurde von Männern gedreht, auch stammen nach wie vor die meisten Drehbücher aus der Feder von Männern. Doch obwohl sich in den letzten Jahren - auch dank der #metoo-Debatte - eine Menge in der Branche getan hat, gibt es auch widersprüchliche Signale auf der Leinwand. Wie eine von der Oscar-Preisträgerin Gina Davis mit initiierte Studie nachweist, sind Schauspielerinnen mit vier Mal so hoher Wahrscheinlichkeit als ihre männlichen Kollegen ganz nackt oder in aufreizender Kleidung im Film zu sehen, wenn sie starke oder einflussreiche Figuren…
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