James Franco ein „Time’s Up“-Heuchler? Vorwurf des sexuellen Missbrauchs

E-Mail

James Franco ein „Time’s Up“-Heuchler? Vorwurf des sexuellen Missbrauchs

Facebook Twitter Google+ Whatsapp Email Kommentare
von

Die Golden Globes waren dieses Jahr von lang ersehnter Unterstützung für Opfer von sexueller Belästigung geprägt. Viele der Gäste trugen symbolisch schwarz und/oder Anstecknadeln. So auch Schauspieler James Franco, dessen Smoking eine „#Timesup“-Anstecknadel zierte. Das blieb natürlich nicht unbemerkt. Denn es meldeten sich Menschen zu Wort, die den Hollywood-Star an angebliches Fehlverhalten erinnerten.

Viele brachten das Jahr 2014 ins Spiel, als James Franco eine 17-Jährige anschrieb und versuchte, sie zu einem Treffen zu überreden. Nachrichten des 35-jährigen umfassten Fragen wie „Hast du einen Freund?“, „Kann ich dich sehen?“ und „Soll ich ein Zimmer reservieren?“. Franco äußerte sich dazu mit dem Statement: „Mein Beispiel zeigt, wie schwierig die Benutzung sozialer Medien sein kann“ (was natürlich komisch erscheint, denn das Mädchen hatte seine Minderjährigkeit ja erwähnt).

„Süße #Timesup-Ansteckadel“

Schauspielerin Violet Paley fragte in ihrem Tweet, ob Franco sich daran erinnern könne, wie er in einem Auto ihren Kopf in Richtung seines entblößten Penis gedrückt hatte.

Außerdem erklärte sie, dass Franco eine „überfällige, genervte und bequeme Entschuldigung“ per Telefon geäußert hätte, die sie aber nicht annahm:

Mehr Tweets zu dem Thema kann man auf Violet Paleys Twitter-Account lesen, wo auch andere Erzählungen geteilt werden. Dort wird u.a. von Sarah Tither-Kaplan berichtet, einer früheren Schülerin von Franco, die, nach eigener Aussage, von ihm genötigt wurde Szenen komplett nackt zu spielen.

James Franco äußert sich

James Franco sagte, er hätte von den Tweets lediglich gehört, äußerte sich aber trotzdem: „Die Sachen von denen ich gehört habe, dass sie auf Twitter passieren, sind nicht akkurat. Aber ich unterstütze Leute, die hervortreten, komplett. Auch, dass sie eine Stimme haben, weil sie so lange keine Stimme hatten. Ich will sie in keiner Weise stoppen. Ich denke, dies ist eine gute Sache und ich unterstütze es.“

Eine Konsequenz haben die Vorwürfe bereits: Francos „TimesTalk“-Event („New York Times“) wurde nach den Anschuldigungen abgesagt.

E-Mail