Bataclan-Eklat: Manager sagt, Hughes wurde nicht abgewiesen – er wollte nicht rein

Was geschah vor dem Bataclan: Ließen die Betreiber den Sänger der Eagles Of Death Metal nicht rein – oder hatte Hughes das gar nicht vor? Die Aussagen stehen sich gegenüber.

Wurde Jesse Hughes an der Tür des Bataclan abgewiesen? Oder wollte er gar nicht rein? Am Sonntag berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP, dass die Betreiber des Pariser Clubs dem Sänger der Eagles Of Death Metal den Eintritt am Samstag verwehrt hätten, als Sting den Saal knapp ein Jahr nach den Terroranschlägen wieder eröffnete.

Mehr zum Thema
Sting :: 57th & 9th

Ein Manager der Band, Marc Pollack, teilte nun mit, dass Hughes gar nicht ins Bataclan wollte. Das meldet „Billboard“. „Hughes hat es nicht mal versucht“, sagte Pollack.

Wer hat Recht?

Ein Veranstalter der Konzerstätte soll zuvor gegenüber Journalisten zu Protokoll gegeben haben, dass sowohl Jesse Hughes, als auch einem anderen EODM-Mitglied beigebracht worden sei, dass sie in ihrem Saal unerwünscht sind: „Sie kamen, ich schmiss sie raus – es gibt Dinge, die wir nicht vergeben.“

Verschwörungstheorie?

Dies war eine Anspielung auf Aussagen Hughes‘, nach denen bei den Terrorattentaten von Paris (13. November 2015) Sicherheitsleute des Bataclan mit den Angreifern kooperiert haben könnten. Das Bataclan-Management wies dies als Spekulation zurück, der Sänger entschuldigte sich später und nahm die Anschuldigungen zurück.

Bei den Anschlägen in Paris kamen 130 Menschen ums Leben, 89 davon während des Gigs der Eagles Of Death Metal im Bataclan.

Wie der Band-Manager mitteilte, sei Hughes nun in Paris gewesen, um gemeinsam mit Freunden, Familie und Fans die tragischen Ereignisse zu verarbeiten. Es sei nie geplant gewesen, das Bataclan während des Sting-Auftritts zu betreten:

“This day is not about Jesse Hughes or Eagles of Death Metal. In fact, Jesse is in Paris to share in remembering the tragic events of a year ago with his friends, family and fans. This is about recalling the tragic loss of life that happened right in front of his eyes during his show, and this coward Jules Frutos feels the need to soil his own club’s reopening by spreading false tales to the press, and tainting a wonderful opportunity that could’ve been used to spread peace and love, to further spread mean spirited words of hate. Jesse never even tried entering the club for Sting’s show tonight.”

Wie „Billboard“ in Bezug auf Quellen meldet, befindet sich Jesse Hughes auf Einladung des Bürgermeisters der Stadt in Paris, um der Toten zu gedenken. Der Musiker sei auch vor dem Bataclan gesehen worden, in einem Auto, gemeinsam mit einem Bodyguard.

Der „Hollywood Reporter“ berichtet auch, dass die Sicherheitsauflagen des Bataclan vor dem Sting-Auftritt derart hoch gewesen sein sollen, dass niemand ohne Ticket das Haus hätte betreten können. Laut des Blattes sei Hughes sich darüber im Klaren gewesen – und hätte nicht vorgehabt, ins Bataclan zu gehen. Vor dem Einlass habe er sich mit Fans unterhalten.

Den Abend eröffnete Sting mit einer Schweigeminute und sprach auf Französisch zum Publikum. „Heute Abend müssen wir zwei wichtige Dinge tun“, sagte er vor einer Schweigeminute. „Erstens, uns an diejenigen erinnern, die beim Anschlag ihr Leben ließen. Und dann das Leben und die Musik in diesem historischen Ort feiern.“

Abonniere unseren Newsletter
Verpasse keine Updates