Tritt Bruce Springsteen beim Benefizkonzert in Minneapolis auf?

Tritt Bruce Springsteen am Freitag beim Benefizkonzert mit Tom Morello und Rise Against auf? Was dafür spricht.

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Tom Morello wird Renee Good und Alex Pretti ehren – zwei Einwohner von Minneapolis, die von Beamten der Einwanderungs- und Zollbehörde Immigration and Customs Enforcement erschossen wurden – mit der Benefizveranstaltung A Concert of Solidarity & Resistance to Defend Minnesota.

Am Freitag, dem 30. Januar, tritt Morello gemeinsam mit Rise Against, Al Di Meola, Ike Reilly und einer Reihe besonderer Gäste im First Avenue in Minneapolis auf.

Die Veranstaltung umfasst zwei Stunden Musik. Sämtliche Erlöse kommen den Familien von Good und Pretti zugute. Tickets sind ab sofort erhältlich.

Springsteen und Morello: zwei Freunde gegen Trump

Soweit die Fakten. Die Musikwelt interessiert nun aber eine weitere Frage. Könnte es sein, dass auch der Boss in Minneapolis für das Konzert vorbeischauen wird?

Die Wahrscheinlichkeit ist nicht gering. Bruce Springsteen ist ein Freund Tom Morellos. Die beiden verstehen sich – auch politisch. Und was nicht ganz unwichtig ist: Springsteen hat am gestrigen Mittwoch (28. Januar 2026) ein Lied über die Unruhen in Minneapolis veröffentlicht, „The Streets of Minneapolis“.

„Ich habe diesen Song am Samstag geschrieben. Ihn gestern aufgenommen und ihn euch heute veröffentlicht. Als Reaktion auf den Staatsterror, der über die Stadt Minneapolis gebracht wird“, erklärte Springsteen in einem Statement. „Er ist den Menschen von Minneapolis gewidmet. Unseren unschuldigen Nachbarn mit Migrationshintergrund. Sowie dem Andenken an Alex Pretti und Renee Good. Bleibt frei. Bruce Springsteen.“

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Noch vor Prettis Tod hatte Springsteen einen Überraschungsauftritt beim Light of Day Benefit in Red Bank, New Jersey. Dort verurteilte er ICE und die sinnlose Tötung von Renee Good. „Wenn Sie an die Macht des Rechts glauben und daran, dass niemand über dem Gesetz steht“, sagte er.

Ein unmittelbarer musikalischer Kommentar zu Minneapolis

„Wenn Sie sich gegen schwer bewaffnete, maskierte Bundesbeamte stellen, die eine amerikanische Stadt besetzen und mit Gestapo-Methoden gegen unsere Mitbürger vorgehen, wenn Sie glauben, dass Sie nicht ermordet werden sollten, weil Sie Ihr amerikanisches Recht auf Protest ausüben, dann senden Sie diesem Präsidenten eine Botschaft – wie der Bürgermeister der Stadt gesagt hat: ICE soll sich verdammt noch mal aus Minneapolis verpissen.“

Fest steht: Sollte Bruce Springsteen am morgigen Freitag im Club First Avenue auftreten und Tom Morello unterstützen, wäre das eine starke Geste – gegen Trump und ICE, und für die Stadt Minneapolis.