Paul McCartney stellt klar: Keiner ist so gut wie die Beatles
Lange Zeit war der Beatle bescheiden, was die musikhistorische Einschätzung seiner Band anging. Bis jetzt!
Sir Paul McCartney ist bekanntermaßen sehr vorsichtig, wenn es um den Blick zurück geht. Schwer fiel es ihm dennoch nie, die Höhepunkte seiner Beatles-Zeit zu benennen. Gleichwohl vermied es Macca, die Fab Four prahlerisch als die größte Band aller Zeiten zu preisen (und verwies stattdessen gerne auf die Everly Brothers).
Doch während eines Q&A zu seinem neuen Solo-Album „The Boys Of Dungeon Lane“ (ROLLING-STONE-Kritik HIER) ging er dann doch auf das Vermächtnis seiner Gruppe ein und legte sich fest: „Ich glaube, die Beatles waren die größte Band aller Zeiten. Ich bin jedenfalls ein Fan.“
Einmal mehr stellte McCartney klar, dass er, John, Ringo und George eigentlich damit rechneten, dass die Sache mit den Beatles nach wenigen Jahren vorbei sein würde. Auch auf den nun sechs Jahrzehnte währenden Nachruhm war eigentlich keiner der Musiker vorbereitet.
„Als wir anfingen, waren wir noch Kinder, und der Rock ’n’ Roll war gerade erst im Kommen, und wir dachten: ‚Wenn wir Glück haben, haben wir vielleicht ein paar Jahre vor uns‘“, so der 83-Jährige. „Das war damals auch ganz normal so.“
McCartney weiter: „Wir rechneten mit vielleicht höchstens fünf Jahren, dann wurden es zehn, und wir machten irgendwie immer noch weiter, und die Szene ist immer noch da. Dann wurden es 20, dann 30, und jetzt sind wir ganz oben angekommen. Es ist ein wunderbares Gefühl.“
Paul McCartney und die Generation Z
Besonders glücklich zeigte sich der Sänger, der auf der neuen Platte zum ersten Mal ein Duett mit Ringo Starr eingespielt hat, dass auch die junge Generation von heute auf die Beatles steht. „Die Leute kommen zu mir und sagen: ‚Meine Kinder lieben eure Musik‘“, erzählte er. „Und das ist schon etwas Besonderes, weißt du, denn Kinder kann man nicht indoktrinieren. Entweder sie mögen es oder sie mögen es nicht.“
Später in dem Interview reagierte McCartney auch noch auf die Frage, wie er persönlich die Entwicklung von Schallplatte zum Streaming empfinden würde. „Wir haben mit einer 45er-Single angefangen, dann kamen LPs und Vinylalben, dann Kassetten und CDs, und schließlich sind wir nun beim Streaming angelangt“, sagte der Songwriter bewusst gelassen. „Für mich ist das in Ordnung, denn es ist eine weitere Möglichkeit, seine Musik zu verbreiten … Es ist mir egal, wie die Leute darauf zugreifen, solange sie es tun … das ist alles, was mich interessiert.“