Schafft es „Wonderwall“ erstmals auf die 1 der UK-Charts?

Dank Englands WM-Lauf steigen die Streams von Oasis' „Wonderwall“ rasant. Schafft der Klassiker erstmals Platz 1 der UK-Charts?

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Wer hätte gedacht, dass ein Deutscher darüber entscheidet, ob „Wonderwall“ erstmals die Nr. 1 der Charts erklimmen wird. Denn solange Bellingham weiter für England trifft, steigen die Streamingzahlen des alten Lagerfeuerklassikers weiter in die Höhe. Somit könnte Thomas Tuchel gleich zwei tiefsitzende Sehnsüchte der Engländer stillen: Oasis auf der eins und einen WM-Titel. Die Korrelation zwischen beiden Erfolgen ist kaum zu übersehen, und somit ist unser einziger verbleibender deutscher WM-Teilnehmer für mehr als nur den Fußball verantwortlich. Wir wollen Oasis im Finale performen sehen!

Zunächst einmal, ja, „Wonderwall“ erreichte tatsächlich noch nie die Nummer 1 der offiziellen UK-Charts. Denn im Oktober 1995 blockierten Robson & Jerome mit ihrer Coverversion von „I Believe“ die Spitze. Kennen Sie nicht? Robson Green und Jerome Flynn waren Schauspieler aus der ITV-Serie „Soldier Soldier“ und platzierten mithilfe des Fernsehpublikums und zahlreicher CD-Käufe den gemütlichen Schunkelsong tatsächlich vor „Wonderwall“ in der UK. Erstaunliche 3,7 Millionen Streams am Tag katapultieren „Wonderwall“ auf die Nr. 2 der Spotify Global Charts. Und in den offiziellen UK-Charts? Da erreichten die Gallagher-Brüder Platz 11, was im Vergleich zu Platz 31 in der vorherigen Woche einen mächtigen Sprung bedeutet.

Gallagher ist auf dem Rasen!

Die Krönung der ganzen Liebesgeschichte zwischen Oasis und der englischen Nationalmannschaft könnte dann am Sonntag, den 19. Juli, stattfinden. Denn dort findet das WM-Finale statt. Zwar ist musikalisch mit einem Staraufgebot von Shakira über BTS bis hin zu Justin Bieber in der neuen Halbzeitshow schon mehr als genug musikalischer Firlefanz in 11 Minuten gepackt, jedoch wäre es kein Vergleich zu dem, was danach folgen könnte. Denn Liam Gallagher teilte via X mit, dass er „Wonderwall“ mit den Spielern auf dem Rasen singen würde, wenn England gewinnt.

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Und sind wir mal ehrlich, wer will schon „Dai Dai“ hören, wenn ein mit Bier überschütteter Gallagher auf dem Rasen „Because Maybeeeeee“ zusammen mit Bellingham und Co. performt. Man will es fast nicht wahrhaben, aber somit könnte die USA tatsächlich zu einem legendären WM-Moment beigetragen haben. Solange Trump und Infantino nicht spontan entscheiden, dem Jubel beizutreten.

„Sweet Caroline ist Scheiße“

Dass „Wonderwall“ tatsächlich auf der 1 landen könnte, beweisen nicht nur die stetig steigenden Streamingzahlen, sondern auch der Hype, der um die ganze WM aufgebaut wird. Denn während Shakiras „Dai Dai“ über 4 Millionen tägliche Streams verbucht, fällt auf, dass ein Song, der nach den Spielen vor einem Millionenpublikum gespielt wird, recht gute Vermarktung bekommt. Hey, da haben wir ja noch eine Marktlücke in der WM gefunden, die die FIFA noch nicht kapitalistisch ausgeschlachtet hat.

Jedenfalls passt „Wonderwall“ auch einfach so gut zur englischen Nationalmannschaft wie die FIFA zur Korruption: Es hat Historie. Ein über 30 Jahre alter Song, der die Sehnsucht nach dem nun 60 Jahre alten Weltmeistertraum Wirklichkeit werden lassen soll. Und was sollen die Fans sonst singen? „Sweet Caroline“? Das ist laut Gallagher schließlich auch „SHITE“.

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